29.09.2008
Omega-3-Fettsäuren helfen bei Herzschwäche
Einer neuen Studie zufolge verbessern die Substanzen den Krankheitsverlauf geringfügig...
Die tägliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zu den empfohlenen Herzmedikamenten kann die Lebenserwartung von Patienten mit chronischer Herzschwäche ein wenig verlängern und zudem die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten wegen Herzbeschwerden verringern. Fettsenker vom Typ der Statine haben dagegen keine positiven Auswirkungen auf Sterblichkeit und Rate der Krankenhauseinweisungen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die auf dem Europäischen Kardiologenkongress im September in München veröffentlicht wurde.
Der Effekt der Substanzen ist allerdings nicht sehr groß: Die Sterblichkeit und die Häufigkeit von Krankenhauseinweisungen gingen beide um etwa 2% zurück. Der positive Effekt ist den beteiligten Forschern zufolge zwar geringer als erwartet, aber die Ergebnisse seien dennoch ein Hinweis darauf, dass bei Herzschwäche-Patienten ungesättigte Fettsäuren als zusätzliche Therapie sinnvoll sind.
Nun sind weitere Untersuchungen notwendig, um zu klären, ob eher Patienten mit leichter oder mit schwerer Herzschwäche von einer Behandlung mit ungesättigten Fettsäuren profitieren. Erst wenn diese Unterschiede klar sind, werden die Mediziner konkrete Empfehlungen geben können, welche Patientengruppen von Omega-3-Fettsäuren am meisten profitieren könnten.
