25.01.2015

Patienten mit Rheumatoider Arthritis sollten gegen Knochenschwund vorbeugen

Entzündungsprozesse bei Rheumatoider Arthritis und Kortison schaden den Knochen. Deshalb sollte der Krankheitsaktivität Einhalt geboten und gegen Knochenschwund vorgebeugt werden, rät der BDRh.

Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) haben aus zweierlei Gründen ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund (Osteoporose). Erstens schaden die Auswirkungen der RA-bedingten Entzündungsprozesse den Knochen, zweitens auch die medikamentöse Therapie mit Glukokortikoiden. Beides kann zu einer deutlichen Abnahme der Dichte und Qualität ihrer Knochen führen. Deshalb sollte der Krankheitsaktivität Einhalt geboten und gegen den Knochenschwund vorgebeugt werden. Darauf weisen Experten des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) hin. „Vor allem ACPA-positive RA-Patienten - Patienten mit anti-CCP oder anti-MCV-Antikörpern, die anhand dieser Serummarker identifizierbar sind -, haben neben dem erhöhten Risiko einer Osteoporose auch ein erhöhtes Risiko für eine besonders starke Zerstörung ihrer Knochen", warnt Frau Dr. Slke Zinke, Vorstandsmitglied des BDRh und praktizierende Rheumatologin in Berlin. „RA-Patienten sollten außerdem grundsätzlich auf eine gute Versorgung mit Vitamin D und Calcium achten. Auf das Rauchen sollte verzichtet werden, da es die Knochensubstanz abbauenden Zellen (sog. Osteoklasten) anregt und somit die Entwicklung einer Osteoporose begünstigt. Außerdem haben Raucher auch oft höhere ACPA-Titer. Auch übermäßiger Alkoholkonsum ist mit einer geringeren Knochenmasse assoziiert und sollte daher in Maßen konsumiert werden. Wichtig ist es auch, Stürze zu verhindern, was sich zum Beispiel mit Balanceübungen und Krafttraining erreichen lässt. Generell sind sportliche Aktivitäten und Bewegungsübungen wie beispielsweise Schwimmen, Nordic Walking, Gymnastik, Tai Chi gut für die Knochen. Je ausgeprägter die Muskelfunktion, umso besser für Knochenmasse und Knochenstabilität", erläutert Frau Dr. Zinke.

Regelmäßige Knochendichtemessung empfehlenswert

Patienten, die bereits eine Osteoporose entwickelt haben, sollten Medikamente einnehmen, die den Knochenabbau hemmen. „Neben den Bisphosphonaten gibt es seit einigen Jahren auch einen monoklonalen Antikörper namens Denosumab, der nur zweimal jährlich anzuwenden ist", berichtet Dr. Zinke. „Weitere Antikörper-Medikamente gegen Knochenabbau stehen kurz vor der Zulassung. In Abhängigkeit vom Risikoprofil und dem Geschlecht sind Knochendichtemessungen insbesondere bei RA-Patienten schon ab dem 50. Lebensjahr empfehlenswert."

Quelle: äin-red

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