21.09.2014

Risikopatienten können Ausbruch von Diabetes verhindern

Mit mehr Bewegung sowie einer ballaststoffreichen und fettarmen Ernährung können Patienten mit erhöhten Blutzuckerwerten die Entwicklung eines Altersdiabetes verhindern. Darauf weist der BDI hin.

Patienten mit erhöhten Blutzuckerwerten können den Ausbrauch eines Typ-2-Diabetes durch mehr Bewegung, die richtige Ernährung und den Abbau von Übergewicht verhindern. Darauf weisen die Internisten des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) hin. „Wer erhöhte Blutzuckerwerte aufweist, kann den Ausbruch von Typ-2-Diabetes hinauszögern oder sogar verhindern, wenn er sich mehr bewegt - empfehlenswert sind mindestens 2,5 Stunden körperlicher Aktivität pro Woche -, Übergewicht nachhaltig abbaut - das heißt um 5-7% innerhalb von 3 Monaten - und sich vernünftig ernährt. Regelmäßige Bewegung und der Abbau von Übergewicht tragen dazu bei, die Insulinempfindlichkeit der Zellen wieder zu erhöhen", erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) und praktizierender Internist in einer Hamburger Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin.

Zunehmende Insulinresistenz führt zu Alterszucker

Bei Patienten, die einen sog. Alterszucker (Typ-2-Diabetes) entwickeln, werden die Muskel-, Leber- und Fettzellen zunehmend unempfindlich gegen Insulin. Eine solche Insulinresistenz kann sowohl durch vererbbare Faktoren als auch durch Übergewicht, Fettsucht und Bewegungsmangel ausgelöst werden. Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte, da der Zucker (Glukose) nicht mehr hinreichend via Insulin von der Blutbahn in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße, dadurch verschlechtert sich die Durchblutung im gesamten Organismus und das Risiko für Herz-Kreislauf-, Nieren-, Augenerkrankungen sowie Nervenstörungen steigt.

Optimale Einstellung des Blutzuckers ist besonders wichtig

Oberstes Ziel ist eine optimale Einstellung des Blutzuckers. „Damit lassen sich alle Folgeerkrankungen am sichersten verhindern", betont Wesiack. Risikopatienten sollten deshalb ihre Blutzuckerwerte regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen, der daraufhin die erforderlichen Therapiemaßnahmen abstimmen kann. Die Ernährung sollte ballaststoffreich und fettarm sein. „Das heißt: Mindestens 15 Gramm faserhaltige Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien, einen Fettanteil von höchstens 30% und höchstens 10% gesättigte Fettsäuren in der täglichen Nahrung", erklärt Wesiack.

Quelle: äin-red

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