02.05.2017

Telefon-Sprechstunde zum Thema Reizdarmsyndrom

Zu den Themen Bauchschmerzen und Reizdarmsyndrom bieten Experten der Gastro-Liga e. V. am 3. Mai und am 7. Juni 2017 (jeweils Mittwoch) von 18 bis 20 Uhr eine Gastro-Sprechstunde an.

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen. Bis zu sieben Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Ein Reizdarm kann sich mit unangenehmen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfällen oder auch Verstopfung äußern. Dabei ist auch ein Wechsel zwischen gegensätzlichen Symptomen möglich, beispielsweise zwischen Durchfall und Verstopfung. Vor allem sich schnell entwickelnde und nur kurz andauernde Beschwerden sprechen gegen das Vorliegen eines Reizdarmsyndroms. Bei Blut im Stuhl ist höchste Vorsicht geboten und eine rasche ärztliche Abklärung notwendig.

Die Diagnose kann gestellt werden, wenn die Beschwerden für mindestens drei Monate andauern, die Betroffenen in ihrer Lebensqualität einschränken und der Arzt in der Routinediagnostik keine andere Ursache findet. Die wichtigste Maßnahme zur Feststellung eines Reizdarmsyndroms ist das Gespräch mit dem Arzt. Zur genauen Identifizierung der Beschwerden kann es auch sinnvoll sein, ein Tagebuch zu führen, in dem die Beschwerden festgehalten werden. Darüber hinaus wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen und Blut abnehmen. Auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches, eine Darmspiegelung und bei Frauen eine Untersuchung beim Frauenarzt können bei der Suche nach einer Ursache der Beschwerden helfen. Stellt der Arzt nach eingehender Untersuchung ein Reizdarmsyndrom fest, sind weitere Untersuchungen nicht notwendig.

Zur Behandlung ist es zunächst wichtig, dass Betroffene mit ihrem Arzt über die Entstehung der Erkrankung sprechen und individuelle Auslöser identifizieren. Besondere Beachtung sollte dabei der Rolle von Stress und psychischen Belastungen bei der Krankheitsentstehung geschenkt werden. Die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. Leider sprechen Betroffene sehr unterschiedlich darauf an. Am häufigsten kommen Ballaststoffe, Probiotika, krampflösende Medikamente oder pflanzliche Arzneimittel zum Einsatz. „Klassische Schmerzmedikamente sind beim Reizdarmsyndrom dagegen meist nicht hilfreich.", sagt Prof. Dr. Thomas Frieling, Gastroenterologe am Helios Klinikum Krefeld und Vorstandsmitglied der Gastro-Liga.

Manchmal können Nahrungsmittelunverträglichkeiten ähnliche Symptome wie ein Reizdarmsyndrom verursachen. In solchen Fällen genügt es schon, die entsprechenden Nahrungsmittel zu vermeiden. In Einzelfällen kann es auch sinnvoll sein, auf Gluten zu verzichten.

Haben Sie Fragen zum Thema Reizdarm? Dann rufen Sie an. Die Experten der Gastro-Liga e. V. geben Ihnen gerne Antwort. Am 3. Mai und am 7. Juni 2017 (jeweils Mittwoch) von 18 bis 20 Uhr ist die Gastro-Sprechstunde unter Tel.: 0641 / 97 48 120 zu erreichen.

Quelle: Gastro-Liga