28.12.2014

Vitamin-D-Mangel nicht im Solarium bekämpfen

Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit kann zu einer Unterversorgung mit Vitamin D führen. Diese sollte aber nicht im Solarium kuriert werden, raten Fachorganisationen.

UV-Strahlung nützt: Sie trägt zur Bildung des körpereigenen Vitamin D bei. Und sie schadet: Im schlimmsten Fall kann UV-Strahlung zu Hautkrebs führen. Wo liegt der richtige Mittelweg? Zwanzig Fachorganisationen aus den Bereichen Strahlenschutz, Gesundheit, Risikobewertung, Medizin und Ernährung haben heute eine gemeinsame Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin-D-Bildung vorgelegt. 

Besonders in Herbst und Winter fragen sich viele Menschen, ob sie ins Solarium gehen sollten, um ihren Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen. Strahlenschützer, Mediziner und Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Die Antwort lautet nein. Ein Vitamin D-Mangel kann nur von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden.

Im Sommer reichen maßvolle Aufenthalte in der Sonne, damit der Körper seinen Vorrat an Vitamin D auffüllen kann. Wer länger in der Sonne bleibt, sollte sich gut gegen die UV-Strahlung der Sonne schützen. Einen Sonnenbrand sollte man auf keinen Fall riskieren, schon gar nicht bei Kindern und Jugendlichen. Säuglinge sollten sich grundsätzlich nicht direkt in der Sonne aufhalten.

„Die gemeinsame Empfehlung ist ein Erfolg für die Verbraucher, die nun bei allen mit UV-Strahlung oder Vitamin D befassten Organisationen einheitliche Ratschläge finden", so Dr. Thomas Jung, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das BfS hatte die unterschiedlichen Fachorganisationen an einen Tisch gebracht und mit Ihnen auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über UV und Vitamin D die Empfehlung erarbeitet. Sie ist unter www.bfs.de/vitamin-d im Internet verfügbar.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz