Ursachen für einen Kropf

In Deutschland entsteht ein Kropf am häufigsten durch Jodmangel (Jodmangel-Struma). Als Folge vermehren sich die Zellen der Schilddrüse. Außerdem schüttet die Hypophyse bei Jodmangel mehr Schilddrüsen-stimulierendes Hormon (TSH) aus, um die Produktion von Hormonen anzuregen. Dies führt dazu, dass sich die Schilddrüsenzellen vergrößern. Außerdem entstehen neue Blutgefäße und Bindegewebe. Die Schilddrüse versucht so, den Jodmangel auszugleichen und das vorhandene Jod möglichst effektiv zu verwerten. Gleichzeitig wird sie dadurch jedoch immer größer.

Weitere Ursachen für einen Kropf sind:

  • Hormonveränderungen während Schwangerschaft, Pubertät oder in den Wechseljahren
  • Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)
  • Schilddrüsenautonomie
  • Akromegalie
  • Bösartiger Tumor in der Schilddrüse (Schilddrüsenkrebs)
  • Befall der Schilddrüse durch andere bösartige Tumore
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Morbus Basedow
  • Medikamente (z. B. Thyreostatika, Lithium)
  • Veränderte Schilddrüsenenzyme
  • Unwirksame Schilddrüsenhormone (Hormonresistenz)
  • Zysten in der Schilddrüse
  • Blutungen nach Verletzung der Schilddrüse
  • Vergrößerung durch (TSH und TSH-ähnliche Substanzen, die als Begleiterscheinung bei bestimmten Tumoren gebildet werden

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