Was ist eine Leukämie?

Eine Leukämie ist eine bösartige (maligne) Erkrankung des Knochenmarks, die durch eine ungehemmte Vermehrung (Proliferation) weißer Blutkörperchen gekennzeichnet ist. Diese wird durch Veränderungen des Erbguts (Mutationen) in unreifen Blutzellen ausgelöst.

Es gibt unterschiedliche Formen von Leukämien, die nach den folgenden Kriterien eingeteilt werden:

Typ der bösartigen Vorläuferzelle:

  • Myeloblasten – siehe: Myeloische Leukämie
  • Lymphoblasten – siehe: Lymphatische Leukämie

Verlaufsform:

  • akut: plötzlicher Beginn, verläuft meist dramatisch und lebensbedrohlich
  • chronisch: schleichender Beginn, verläuft meist weniger dramatisch (protrahiert)

Reifegrad der bösartigen Zellen

Menge der bösartigen Zellen (Leukämiezellen) im Blut

 

Erste Anzeichen einer Leukämie

Mögliche Beschwerden, die u. U. auf eine Leukämieerkrankung hinweisen können, variieren je nach Leukämieart:

•    Auffällige Hautblässe aufgrund der Blutarmut
•    Knochenschmerzen
•    Blutungsneigung (Nasen- oder Zahnfleischbluten, Blutergüsse, blaue Flecken), schlecht stillbare Blutungen (z. B. nach Zahnarztbesuch), winzige punktartige Blutungen (Petechien), vor allem an Armen und Beinen
•    Schweres Krankheitsgefühl, Fieber, erhöhte Infektneigung, häufig mit einer hartnäckigen Infektion einhergehend (vor allem bei akuten Leukämien)

Weitere unspezifische Beschwerden, die auch bei vielen anderen Krankheitsbildern auftreten:
•    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Atemnot bei körperlicher Belastung
•    Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust,
•    Schwindel, Nachtschweiß
•    Geschwollene Lymphknoten (am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste)

Autor/Autoren: Wissenschaftliche Beratung & Ausarbeitung: Prof. Dr. Christoph Clemm, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 11/2018

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