pH-Wert

Warum wird der pH-Wert gemessen?

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist. Der Begriff leitet sich von den lateinischen Bezeichnungen „pondus hydrogenii oder „potentia hydrogenii (pondus = Gewicht; potentia = Kraft; hydrogenium = Wasserstoff) ab.

pH < 7 entspricht einer Lösung mit saurer Wirkung
pH = 7 entspricht einer neutralen Lösung
pH > 7 entspricht einer alkalischen Lösung (basische Wirkung)

Dies gilt allerdings nur für reines Wasser und verdünnte Lösungen bei 25 °C. Der pH-Wert in verschiedenen Körperflüssigkeiten des Menschen ist unterschiedlich. Im Magen liegt z.B. ein saurer pH-Wert vor, auch in der Vagina der Frau ist der pH-Wert zur Abwehr von Krankheitserregern sauer. Blut besitzt einen pH-Wert von ungefähr 7,4 (s. unten), Urin von etwa 6 (5 bis 9).

 

Welchen pH-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 7,37
Obergrenze: 7, 45

 

Welchen pH-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 7,37
Obergrenze: 7, 45

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Ein zu niedriger (saurer) pH-Wert (Azidose) kann auf ein diabetisches Koma, Nierenerkrankungen (Nierenschwäche, tubuläre Azidose), Vergiftungen (Salizylate, Methylalkohol, Glykol u.a.) oder Durchfall hindeuten. Auch bei Hungerzuständen, im Schock, bei Sauerstoffmangel und bei Atemstörungen kann der pH-Wert sinken. Dauerhafter Alkoholmissbrauch kann ebenfalls zu einem sauern pH-Wert führen.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Ein zu hoher (basischer) pH-Wert (Alkalose) kann auf Erbrechen, Störungen im Gehirn, eine Hormonstörung (Conn-Syndrom) oder einen Schock hindeuten. Außerdem kann der pH-Wert bei einer übermäßigen Atmung (Hyperventilation) ansteigen, z.B. bei Aufregung oder Sauerstoffmangel. Eine Behandlung mit harntreibenden Mitteln (Diuretika), Hormonen (Mineralokortikoiden) oder Osteoporose-Medikamenten (Bikarbonaten) kann ebenfalls zu einem Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.

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