Phosphat

Warum wird der Phosphat-Wert gemessen?

Phosphate sind Baustein vieler wichtiger Moleküle, z.B. der Erbsubstanz DNA oder des Energielieferanten ATP, und wird oft bei Enzymreaktionen im Körper benötigt. Es verbindet sich mit Kalzium-Ionen zu so genanntem Kalziumapatit und trägt so zur hohen Festigkeit von Knochen bei. Phosphate in der Nahrung sind "Kalziumräuber", da sie die Ausschleusung von Kalzium aus den Knochen fördern und gleichzeitig die Kalziumaufnahme aus der Nahrung im Darm senken.

 

Welchen Phosphat-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 5,0 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 0,84 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,45 Millimmol pro Liter (mmol/l)

 

Welchen Phosphat-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 5,0 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 0,84 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,45 Millimmol pro Liter (mmol/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Phosphat-Werte können auf eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Resorptionsstörungen im Darm (Malabsorptionssyndrom), Vitamin-D-Mangel, Phosphat-Diabetes oder eine Nierenerkrankung (renal tubuläre Azidose) hindeuten. Auch unter der Einnahme von Medikamenten, die die Säure im Magen neutralisieren (Antazida) und Aluminiumhydroxid enthalten können die Phosphat-Werte sinken.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Phosphat-Werte können auf eine Nierenschwäche oder eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen hindeuten. Auch phosphathaltige Medikamente können die Phosphat-Werte erhöhen.

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