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Nierenschwäche (chronisch)

Was ist eine chronische Nierenschwäche?


chronische NierenschwächeEine chronische Nierenschwäche bzw. Niereninsuffizienz ist eine langsame, über Monate oder Jahre fortschreitende Abnahme der Nierenfunktion. Verschiedene Erkrankungen können dabei zu einem dauerhaften Verlust von funktionsfähigem Nierengewebe führen. In der Regel sind beide Nieren betroffen.

Eine chronische Nierenschwäche liegt vor, wenn die Nierenfunktion auf unter 60% absinkt. Erst dann treten die ersten Krankheitszeichen auf. Bei einer vollständigen Niereninsuffizienz mit komplettem Funktionsausfall spricht man von terminalem Nierenversagen. Eine chronische Nierenschwäche beeinträchtigt vor allem im fortgeschrittenen Stadium auch die Funktion anderer Organe und schädigt so den gesamten Organismus. So wirkt sich eine Nierenschwäche negativ auf Blutdruck, Blutgerinnung und das Hormonsystem aus. Denn die Hauptaufgabe der Nieren ist es zwar, das Blut zu filtern und überschüssige Stoffwechselprodukte und Schadstoffe wie Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure über den Urin auszuscheiden. Darüber hinaus bilden sie aber auch Hormone, die den Blutdruck und die Blut- und Knochenbildung steuern.

chronische Nierenschwäche - Aufbau der NiereDie Erkrankung wird je nach Schwere in 5 Stadien eingeteilt. Je höher das Stadium, umso höher ist der Funktionsverlust der Nieren. Eine chronische Nierenschwäche führt oft ohne Behandlung über Jahre hinweg zu einem völligen Versagen der Nieren. Das Nierengewebe ist dann so stark zerstört, dass nur noch 5-10% des Gewebes funktionstüchtig sind. Durch die fehlende Entgiftungsfunktion der Nieren werden nahezu alle Organe (urämisches Syndrom) geschädigt. In diesem Stadium kann ein Nierenversagen nicht mehr mit Medikamenten behandelt werden. Die fehlende Entgiftung und Wasserausscheidung durch die Nieren müssen dann durch eine künstliche Blutwäsche (Dialyse) oder eine Nierentransplantation ersetzt werden.

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