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Leberzirrhose

Was ist eine Leberzirrhose?


Die Leber ist mit einem Gewicht von 1,5 Kilogramm das größte Organ des Körpers und spielt eine wichtige Rolle beim Abbau und der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Sie trägt damit maßgeblich zur Entgiftung des Körpers bei.

Die Leberzirrhose stellt ein weit fortgeschrittenes Stadium einer lange bestehenden Lebererkrankung dar. Dabei wird die normale Architektur der Leber zerstört und das ursprüngliche Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt. Dieses Ersatzgewebe kann die Aufgaben der gesunden Leber nicht übernehmen. Die Funktion der Leber ist stark eingeschränkt. Die Veränderungen sind bereits mit bloßem Auge zu erkennen: Die Leber verhärtet und die Oberfläche ist mit Knoten, Narben und Höckern übersät. Die durch eine Leberzirrhose hervorgerufenen Schäden können in den meisten Fällen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die Leberzirrhose kann viele Ursachen haben: Alkoholmissbrauch, Viren-  und erbliche Stoffwechselerkrankungen zählen in den Industrienationen zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. So lange diese zugrunde liegenden Krankheiten nicht behandelt werden, schreitet die Leberschädigung immer weiter voran. Durch eine gezielte Behandlung der Krankheitsursachen kann der Internist (Gastroenterologe oder Hepatologe) jedoch ein weiteres Fortschreiten vermeiden. In schweren Fällen hilft aber nur noch die Transplantation einer gesunden Spenderleber.

Der Begriff der Zirrhose leitet sich vom griechischen Wort für „gelb-orange" ab und beschreibt die gelb-grüne Färbung der veränderten Leber. Mit ca. 250 Erkrankten pro 100.000 Einwohner pro Jahr kommt die Leberzirrhose häufig vor. Im Durchschnitt erkranken und sterben etwa doppelt so viele Männer wie Frauen. Die Sterblichkeit hat in den letzten Jahren zugenommen, außerdem versterben die Patienten immer früher an der Erkrankung.

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