15.09.2008

Grippe-Saison hat begonnen

Experten raten älteren Menschen und chronisch Kranken zu einer rechtzeitigen Impfung...

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin rät vor der nächsten Grippewelle zur Schutzimpfung. Insbesondere Menschen über 60 Jahren und chronisch Kranke sollten sich schützen lassen. Bei der vergangenen Grippewelle seien Klein- und Schulkinder stärker betroffen gewesen als in der Saison davor. Kinder grundsätzlich gegen Grippeviren zu impfen, halten Experten allerdings für kontraproduktiv. Vielmehr müssten Kinder ihr Immunsystem trainieren. Lediglich chronisch kranken Kindern, etwa Asthmatikern, sei eine Impfung zu empfehlen.

Eine Grippe-Impfung ist nach 10 Tagen wirksam. Mögliche Nebenwirkungen der  Impfung sind meist unbedenklich. Das Gefühl von Abgeschlagenheit nach einer Grippeimpfung ist meist kein Anlass zur Sorge. Es ist vielmehr ein Zeichen, dass das Immunsystem sich wappnet, indem er Abwehrstoffe (Antikörper) bildet. Andere Nebenwirkungen sind dank moderner Impfstoffe praktisch irrelevant geworden. Auf Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD (Raucherlunge) wirkt sich die Impfung allerdings manchmal auf die Atmung aus: Sie können für eine Woche etwas stärker Atemnot empfinden.

Nichtsdestotrotz überwiegen die Vorteile der Influenza-Impfung. Denn eine echte Grippe kann schwere Folgen für den Erkrankten haben, besonders wenn sein Immunsystem generell geschwächt ist. Selbst in der relativ schwachen Grippe-Saison 2007/2008 gab es nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza deutschlandweit 1,2 Millionen Arztbesuche wegen einer Virus-Grippe. Deutsche Ärzte stellten 550.000 Krankenscheine wegen Influenza aus, 4.500 Patienten mussten in ein Krankenhaus eingewiesen werden.