26.07.2015
Möglichkeiten der Hepatitis-Prävention
Unter dem Motto „Hepatitis verhindern - Es liegt an Dir" rufen verschiedene Organisationen anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28.07.15 zur Hepatitis-Prävention auf.
4.000 Menschen sterben weltweit täglich an den Folgen einer Hepatitis. Ein tödlicher Ausgang ließe sich vielfach verhindern: Mehr Wissen um die Entzündung der Leber und ein besserer Zugang zu Behandlungen erhöhen die Heilungschancen für Betroffene. Unter dem Motto „Hepatitis verhindern - Es liegt an Dir" ruft der Welt-Hepatitis-Tag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 28. Juli 2015 jeden Einzelnen zur Hepatitis-Prävention auf. Die Botschaft lautet: Jeder kann etwas tun, um Neuerkrankungen vorzubeugen.
„Zahlreiche Ansteckungen ließen sich vermeiden", so Prof. Dr. Peter R. Galle, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gastro-Liga e.V. „Zur Vorsorge zählen sowohl Impfungen gegen Hepatitis A und B (die auch gegen Hepatitis D schützt) als auch Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen und eine regelmäßige Testung der Leberwerte." Auch der 16. Deutsche Lebertag am 20. November 2015, der von der Gastro-Liga e.V., der Deutschen Leberstiftung und der Deutschen Leberhilfe e.V. gemeinsam organisiert wird, klärt über Möglichkeiten auf, wie Lebererkrankungen vorgebeugt werden kann und diese frühzeitig zu erkennen sind. Informationen unter www.lebertag.org .
Hepatitis ist weltweit verbreitet. Das Ansteckungsrisiko verringert sich unter anderem durch sorgfältige Händehygiene. Reisende können sich auch über verunreinigte Speisen oder Getränke im Urlaubsland mit Hepatitis A anstecken. Eine Infektion mit Hepatitis B und C kann in Ländern mit niedrigem medizinischem Standard durch Bluttransfusionen oder den Kontakt mit Spritzen und Nadeln, etwa beim Stechen von Tattoos und Piercings, erfolgen. Eine Übertragung beim Sexualverkehr spielt vor allem bei der Hepatitis B eine große Rolle, da das Virus über alle Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. Das Hepatitis C Virus wird durch Blut übertragen - dementsprechend ist das Risiko einer sexuellen Übertragung hier geringer.
Ist die Leber bereits entzündet, bleibt dies oft unerkannt, weil Schmerzen ausbleiben. Oft deuten nur unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Bauchdrücken auf eine Erkrankung hin. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte wichtig. Sind die erhöht, gibt es eventuell erste Anzeichen für eine Lebererkrankung. Hepatitis C ist heutzutage - bei rechtzeitiger Diagnose - bei den meisten Patienten heilbar. Hepatitis B zumindest kontrollierbar. Auf jeden Fall ist immer eine Impfung gegen Hepatitis A und B/D das beste Mittel, sich vor einer Infektion zu schützen.
Quelle: Gastro-Liga, Deutsche Leberstiftung und Deutsche Leberhilfe
