10.12.2008
Neue Brotsorte soll gegen Darmkrebs helfen
Experten wollen mit verbesserten Teigmischungen das Krebsrisiko verringern...
Mit verbesserten Brotrezepturen wollen Jenaer und Detmolder Ernährungswissenschaftler das Darmkrebsrisiko verringern. Ihr Augenmerk gilt dabei den Ballaststoffen, für die Brot eine wichtige Quelle ist. In Experimenten sollen Proben von Weizen- und Roggenbroten und deren Auswirkungen auf den Stoffwechsel untersucht werden. „Wir wollen herausfinden, welche Fermentationsprodukte durch die Darmbakterien daraus gebildet werden und ob diese Produkte Dickdarmzellen vor Krebs schützen können", erklärte Michael Glei von der Universität Jena.
In Experimenten wollen die Wissenschaftler die Brot-Proben mit Verdauungsenzymen versetzen und so die Situation im Darm simulieren. Werden bestimmte positive Bakterien (Bifidobakterien) verstärkt gebildet, ist dies den Forschern zufolge ein Hinweis auf die gesundheitsfördernde Wirkung der Ballaststoffe. Zudem wollen sie krebsvorbeugende Stoffe untersuchen, die meist an Ballaststoffe gebunden sind und Zellen vor Schädigungen schützten.
Die Ergebnisse sollen der Industrie zur Verbesserung ihrer Teigrezepturen dienen. „Durch eine gezielte Anreicherung mit präbiotischen Ballaststoffen und Antioxidanzien könnten so besonders gesundheitsfördernde Brote hergestellt werden», sagte Glei. Denn bekannt sei, dass ein Großteil der Darmkrebs-Fälle durch Faktoren wie Alkohol, Übergewicht und falsche Ernährung bedingt seien.
