04.02.2010
Vitamin D und Kalzium zusammen senken Risiko eines Knochenbruches
Die Gefahr eines Knochnbruches kann durch die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin D und Kalzium gesenkt werden...
Stürze bei älteren Menschen haben häufig Knochenbrüche zur Folge, die nur langsam heilen. Oftmals erholen sich die Betroffenen nicht mehr vollständig von der Verletzung und ihre Beweglichkeit bleibt dauerhaft eingeschränkt. „Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und Kalzium stärkt die Knochen und kann damit die Gefahr eines Bruches verringern. Mit alleiniger Gabe von Vitamin D wird dieser Effekt jedoch nicht erreicht. Eine aktuelle dänische Studie zeigt, dass das Risiko eines Hüftbruches um 16% gesenkt werden kann", erklärt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Übersichtsarbeit von Forschern um Bo Abramsen von der Universitätsklinik in Kopenhagen. Die Studie ist im Fachmagazin British Medical Journal erschienen.
Die Forscher untersuchten 7 Studien mit insgesamt über 68 000 Teilnehmern zur Wirkung von Vitamin D beziehungsweise Kalzium auf das Risiko von Knochenbrüchen. „Die tägliche Gabe von 10 µg Vitamin D zusammen mit Kalzium bewirkte durchschnittlich eine Verringerung des Risikos von Frakturen um 8%. Am deutlichsten fiel der Effekt bei Hüftbrüchen mit einer Senkung des Risikos um 16% aus. Die Einnahme von 10 oder 20 µg Vitamin D ohne Kalzium zeigte hingegen keinerlei Wirkung", berichtet Dr. Wesiack.
Die Häufigkeit von Knochenbrüchen in den Studien sowie der Effekt einer Behandlung mit Vitamin D und Kalzium sind relativ niedrig. „Daher müssen weitere Untersuchungen zeigen, ob bei älteren Menschen eine generelle Prophylaxe mit einer Nahrungsergänzung durch Vitamin D und Kalzium hilfreich ist", erläutert der BDI-Experte. „Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, wie zum Beispiel Personen mit einer Gangunsicherheit, ist eine tägliche Gabe von mindestens 10 µg Vitamin D kombiniert mit 1000 mg Kalzium sowie die Ergänzung mit Bisphosphonaten und anderen Medikamenten gegen Osteoporose sinnvoll."
