04.09.2016

Vorsichtsmaßnahmen und Früherkennung schützen vor Hepatitis C

Auf die Risiken, Diagnose- und Schutzmöglichkeiten vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wird anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4.9.16 hingewiesen. Dabei geht es auch darum, Infektionen mit Hepatitis C zu vermeiden.

Der Welttag der sexuellen Gesundheit am 4.9.16 steht dieses Jahr unter dem Motto „Sexual Health: Eliminate the myths" und will die Bevölkerung für Risiken, Diagnose- und Schutzmöglichkeiten vor sexuell übertragbaren Erkrankungen - wie zum Beispiel Hepatitis - sensibilisieren. Im Gegensatz zu Hepatitis B gibt es gegen Hepatitis C leider keine Impfung. „Um sich vor einer Infektion mit Hepatitis-C-Viren (HCV) zu schützen, ist „safer sex" - also die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr - ratsam sowie eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte, die Aufschluss über eine Infektion mit Hepatitis-Viren geben kann", erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Auch wenn HCV-Infektionen mittlerweile in vielen Fällen gut behandelt und sogar geheilt werden können, ist die Vermeidung einer Infektion durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen immer noch der beste Gesundheitsschutz. Unerkannt und unbehandelt kann eine Infektion mit HCV bei chronischem Verlauf schließlich zu Leberzirrhose und Leberzellkrebs führen. Um das zu verhindern, sind Vorsorge und Früherkennung also besonders wichtig", betont Prof. Dr. Manns.

Ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit HCV stellen Sexualpraktiken dar, die mit erhöhter Verletzungsgefahr einhergehen. Nach Angaben der Internetseite www.hepatitis-c-eliminieren.de kann es vor allem bei Analverkehr zu vermehrtem Blutaustausch zwischen den Sexualpartnern kommen. Außerdem scheint eine Ko-Infektion mit dem Aids-Virus (HIV, abgekürzt aus dem Englischen: human immunodeficiency virus) das Risiko für eine Infektion mit HCV zu erhöhen. Ungefähr ein Viertel der HIV-positiven Betroffenen in Europa sind auch HCV-positiv. „Wahrscheinlich sind HIV-Patienten aufgrund ihres geschwächten Immunsystems besonders infektiös (d. h. Träger einer hohen Virenlast) bzw. besonders gefährdet, sich anzustecken. Eine Ansteckung mit Hepatitis C wie auch weiterer Infektionskrankheiten beim Geschlechtsverkehr lässt sich aber durch die konsequente Benutzung von Kondomen vermeiden", erklärt Prof. Dr. Manns.

Quellen:

www.hepatitis-c-eliminieren.de Pressemitteilung der Deutschen Leberstiftung vom 25.8.16