23.09.2008

Wandern hilft bei Metabolischem Syndrom

Ein Aktivurlaub kann ein erster Schritt gegen Übergewicht, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte sein...

Menschen, die am metabolischen Syndrom leiden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das tödliche Quartett aus Fettleibigkeit, erhöhtem Blutzucker, Fettstoffwechselstörung und Bluthochdruck kann mit Hilfe von Nahrungseinschränkungen und körperlicher Aktivität therapiert werden. Insbesondere ein gezieltes Bewegungsprogramm stellt nach neuesten Erkenntnissen österreichischer Wissenschaftler einen Schlüsselfaktor zur Bekämpfung des metabolischen Syndroms dar.

Die Forscher riefen im Jahr 2000 das AMAS-Projekt ins Leben, das den positiven Effekt von Urlaub und körperlicher Aktivität auf die Symptome des metabolischen Syndroms untersuchen sollte. Dazu quartierten sie Patienten mit einem metabolischen Syndrom für 3 Wochen in Wellness-Hotels ein. Innerhalb der 3 Wochen führten die Teilnehmer von Sportwissenschaftlern begleitet ein individuell abgestimmtes Wanderprogramm durch, das vor allem aus  Wandern oder Nordic Walking bestand. Im Bereich Ernährung habe es weder Einschränkungen noch Vorgaben gegeben, so die Experten.

Gesundheitsurlaub - Anlass zur Änderung des Lebensstils

Erstaunlicherweise nahm die Masse an Fettgewebe selbst ohne Ernährungsprogramm ab. Außerdem verringerte sich der Taillenumfang um etwa 2 Zentimeter. Ein geringerer Blutdruck, weniger Cholesterin im Blut sowie ein erhöhtes Wohlbefinden waren ebenfalls positive Effekten des Aktivurlaubs. Die Wissenschaftler sehen im betreuten und individuellen Gesundheitsurlaub insgesamt eine Chance für eine Änderung des Lebensstils bei Patienten mit metabolischem Syndrom. Der Ferienaufenthalt fern von daheim und dem Alltagsgeschehen kann demzufolge ein Umdenken bei den Betroffenen bewirken und ermöglicht es ihnen, die positiven Auswirkungen und ihr neues Wissen am Heimatort in die Praxis umzusetzen.