Ursachen & Risikofaktoren bei Eisenmangel

Zu Eisenmangel kann es kommen, wenn dem Körper Eisen verloren geht, ihm über längere Zeit weniger Eisen zugeführt wird oder wenn sein Eisenbedarf steigt.

Zu spürbaren Eisenverlusten kommt es bei größeren Blutverlusten durch:

  • starke Menstruationsblutungen
  • chronische Blutungen im Magen-Darm-Trakt bei Geschwüren, Tumoren oder Krampfadern
  • Blutspende
  • Unfall oder Operation

Eisenmangel tritt jedoch nicht nur bei starken äußeren Blutungen auf, sondern auch bei lang andauernden, inneren Blutungen, z. B. im Magen und Darm oder Blut im Urin (Mikrohämaturie).

Risikogruppe Nr. 1 sind Frauen: Fast die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter hat eine Eisenunterversorgung. Grund dafür sind meist die Blutverluste während der Menstruationsblutungen. Auch Vegetarier leiden oft unter Eisenmangel, da das Eisen aus pflanzlichen Rohstoffen vom Darm schlechter aufgenommen wird.

Der Eisenbedarf steigt in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei Sportlern ist er erhöht, da der Energie- und Sauerstoffumsatz zunimmt und sie deshalb vermehrt Hämoglobin und Blut bilden. Ihr Eisenbedarf ist ungefähr doppelt so hoch wie bei Nicht-Sportlern. Außerdem kommt es bei Sportlern zu Eisenmangel durch vermehrte Schweißbildung: 1,2 Milligramm Eisen verliert der Körper mit jedem Liter Schweiß.

Bei Magen-/Darmerkrankungen kann die Eisenaufnahme gestört sein, wenn zu wenig Magensäure gebildet wird. Die Eisenaufnahme wird auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente beeinträchtigt, z. B. durch Salicylate (Azetylsalicylsäure), Magenentsäuerungsmittel (Antazida), Mittel zur Cholesterinsenkung (Clofibrate) und Mittel zur Behandlung von Harnsteinen (Ionenaustauscher).

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