Erste Anzeichen eines Ödems

Kleine Ödeme bemerkt der Betroffene häufig gar nicht, da sie keine Krankheitszeichen oder Beschwerden verursachen. Ein erster Hinweis auf Ödeme im Körper sind weiche, eindrückbare Schwellungen. Menschen, die plötzlich und scheinbar grundlos an Gewicht und Leibesumfang zunehmen, können ebenfalls unter Ödemen leiden.

Bei einer Schwäche der rechten Herzkammer (Rechtsherzinsuffizienz) beginnt die Ödembildung an den Knöcheln und steigt zu den Unterschenkeln auf. Auch bei einer Thrombose im Bein oder Beckenbereich beginnt die Wasseransammlung im Knöchelbereich.

Primäre Lymphödeme entstehen in der Regel an den Armen oder Beinen, von wo sie sich langsam zum Rumpf hin ausbreiten. Ein typisches Merkmal sind verdickte Zehen, die so genannten Kastenzehen. Die Zehen sind dabei so angeschwollen, dass an der 2. Zehe selbst dann keine Hautfalte entsteht, wenn die Zehe abgeknickt wird. Dies nennen Mediziner Stemmer'sches Zeichen. Bei Lymphödemen als Folge von Infektionen oder Tumoren (sekundäre Lymphödeme) sind Kastenzehen im Frühstadium dagegen selten, da sich die Ödeme vom Rumpf weg zu den Extremitäten ausbreiten.

Bei einem Lungenödem aufgrund einer Linksherzschwäche husten die Patienten oft schaumige, blutige Flüssigkeit aus. Patienten mit einem Ödem als Folge einer Nierenerkrankung haben oft verquollene Augen und ein aufgedunsenes Gesicht.

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