Ödeme: Behandlung

Ödeme können nur dann abheilen, wenn die eigentliche Ursache, nämlich die zu Grunde liegende Erkrankung behandelt wird:

  •  Herzschwäche
  • Thrombose
  •  Venenschwäche
  • Klappenschwäche der oberflächlichen Venen
  •  Nierenschwäche
  •  Nephrotisches Syndrom
  • Glomerulonephritis
  • Nesselsucht
  • Präeklampsie

Darüber hinaus behandelt der Internist schwere Ödeme mit einer salzarmen Ernährung in Kombination mit harntreibenden Medikamenten, den so genannten Diuretika. Wichtig ist, dass Wasser- und Mineralstoffhaushalt kontrolliert werden. Der Internist empfiehlt den Patienten oftmals, weniger zu trinken, damit weniger Flüssigkeit in das Körpergewebe gelangt. Bei Ödemen der Beine sind Kompressionsstrümpfe oft hilfreich, ebenso körperliche Bewegung und Hochlagern der Beine.

Lymphödeme

Das vorrangige Ziel der Behandlung eines Lymphödems ist, den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus den Lymphgefäßen zu verbessern. Es wird zunächst mit einer so genannten Entstauungstherapie behandelt. Hierzu gehören eine manuelle Lymphdrainage, eine Bewegungstherapie und eine Kompressionstherapie. Zusätzlich sollte die Haut sorgfältig gepflegt werden. Daneben muss natürlich die auslösende Grunderkrankung behandelt werden. Nach der Entstauung verschreibt der Arzt eine Kompressionsbehandlung mit Binden und Strümpfen, damit sich das Ödem nicht erneut bildet.

Bei einer Pilzinfektion oder einer Entzündung der Lymphgefäße verschreibt der Arzt Medikamente gegen Pilze (Antimykotika) oder gegen Bakterien (Antibiotika). Hat die konservative Therapie keinen Erfolg, kann der Chirurg einen neuen Lymph-Abfluss konstruieren oder Lymphgefäße transplantieren.

Übergewicht, Langzeitblutdruckmessung, Akupunktur, Blutentnahmen oder Injektionen in der vom Lymphödem betroffenen Extremität wirken sich negativ auf Lymphödeme aus. Darüber hinaus sollten die Betroffenen keine enge Kleidung tragen und Sonnenbestrahlung, Wärme und Kälte meiden.

Diuretika werden bei Patienten mit Lymphödemen vermieden, denn sie entziehen dem Körper Wasser. Dadurch erhöht sich die Konzentration an Eiweißen im Lymphödem, das ohnehin schon sehr eiweißhaltig ist. Als Ausgleich tritt noch mehr Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das Lymphödem.

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