Ödeme: Untersuchungen & Diagnose

Bei Verdacht auf ein Ödem versucht der Internist, mögliche Ursachen des Ödems zu erkennen. Dazu befragt er den Patienten nach typischen ödembildenden Erkrankungen (insbesondere von Nieren, Herz, Leber, Venen), Infektionen oder Operationen und dem Zeitraum, in dem sich das Ödem entwickelt hat. Er untersucht das Ausmaß der Schwellungen, indem er den Umfang der betroffenen Körperteile misst und überprüft, ob die Schwellungen bei Druck nachgeben. Bleibt die „Delle" auch ohne Druck von außen weiter bestehen, deutet dies auf ein Ödem hin. Tiefe Hautfalten und Hautverfärbungen sind ebenfalls wichtige Anzeichen.

Darüber hinaus geben verschiedene Blutwerte dem Internisten wichtige Hinweise auf eventuell ursächliche Erkrankungen. Mit Hilfe von Ultraschall, Röntgen, Computertomografie oder der Echokardiografie kann er außerdem zwischen verschiedenen Ödemtypen unterscheiden.

Mit Hilfe der Isotopen-Lymphografie und der Lymphografie mit wasserlöslichen Kontrastmitteln kann der Internist einen gestörten Lymphfluss direkt nachweisen. Dabei spritzt er eine Testsubstanz unter die Haut oder in ein Lymphgefäß. Die Testsubstanz verteilt sich im Lymphsystem und erscheint auf Röntgenbildern dunkel. Um zwischen primären und sekundären Lymphödemen zu unterscheiden, eignen sich dagegen Ultraschall und die Computer- oder Magnetresonanztomografie.

 

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