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Diphtherie

Was ist Diphtherie?


Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch Husten und Niesen übertragen wird. Die Erkrankung führt zu schweren Entzündungen des Rachens mit grau-weißlichen Belägen (Pseudomembranen), die zu massiver Einengung der Atemwege mit Atemnot oder Erstickungsanfällen führen können. Zusätzlich können Herz, Nerven und Nieren durch das Bakteriengift geschädigt werden. Bis zu einem Viertel der Patienten erkrankt an einer Herzmuskelentzündung, von denen  ein Teil an einem plötzlichen Herztod verstirbt.

Diphtherie wird von Mensch zu Mensch übertragen: Bei der Rachen-Diphtherie über Flüssigkeitströpfchen beim Husten oder Niesen, bei der Haut-Diphtherie durch direkten Kontakt. Bei Kontakt mit einem Diphtherie-Patienten stecken sich von 100 ungeimpften Personen etwa 10 bis 20 an.

Die Patienten sind ansteckend, solange man Erreger in Sekreten oder Wunden nachweisen kann. Dies dauert meist 2 Wochen, selten mehr als 4 Wochen. Erhält der Patient Antibiotika, ist er in der Regel nur 2 bis 4 Tage ansteckend. Die Erreger können auch über verunreinigtes Material übertragen werden. Dies ist jedoch sehr selten.

Diphtherie tritt in Deutschland nurmehr vereinzelt auf. In einigen Ländern ist sie jedoch nach wie vor stark verbreitet und kann sogar Epidemien auslösen. Die Bezeichnung Diphtherie ist ein „Kunstwort" aus dem griechischen Wort diphthera (= Haut, Membran) und der Endung „itis" für Entzündung. Früher nannte man die Krankheit „echter Krupp" oder „Croup". Eine andere Infektionskrankheit bei Kleinkindern, die ähnliche Beschwerden wie eine Diphtherie verursachen kann, ist der Pseudokrupp (subglottische Laryngitis).

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