Tipps für Diphtherie-Patienten und Angehörige

Diphtherie wird von Mensch zu Mensch übertragen. Diphtherie-Patienten sollten deshalb keinen Kontakt zu Personen ohne Impfschutz haben. Im Krankenhaus werden die Patienten deshalb so rasch wie möglich isoliert, denn Kontaktpersonen des Kranken sind besonders ansteckungsgefährdet. Kontaktpersonen sind beispielsweise Personen, die im Haushalt des Patienten leben, Mitschüler, Kinder der gleichen Gruppe einer Kindereinrichtung, Erzieher und Betreuer, medizinische Pflegekräfte, Arbeitskollegen oder Freunde.

Menschen, die mit einem Diphtherie-infizierten Patienten in Kontakt gekommen sind, sollten einen Nasen- und Rachenabstrich entnehmen lassen. Außerdem sollten sie für einen Zeitraum von 7 Tagen beobachtet werden, ob Symptome einer Diphtherie auftreten. Darüber hinaus wird eine vorbeugende Antibiotikatherapie mit Penicillin oder Erythromycin empfohlen - unabhängig davon, ob sie Symptome aufweisen oder bereits geimpft sind. Falls ihre letzte Diphtherie-Auffrischimpfung mehr als 5 Jahre zurückliegt, sollten sie geimpft werden.

Experte: Wissenschaftliche Beratung & Ausarbeitung: Prof. Thomas Löscher, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 5/2018

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