Ursachen des Reizdarms

Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind nicht genau geklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen aber, dass bei Patienten die Darmbewegungen gestört und zudem die Darmschleimhaut für mechanische oder chemische Reizungen besonders empfindlich ist. Außerdem scheinen manche Patienten eine erniedrigte Schmerzschwelle im Darm aufzuweisen und empfindlicher auf Schmerzen zu reagieren. Auch psychische Faktoren wie Nervosität, Angst oder Kummer, wirken sich auf die Verdauung aus und können ein Reizdarmsyndrom begünstigen.

Es ist dagegen nicht belegt, dass eine ungesunde Lebens- und Ernährungsweise mit Alkohol- und Nikotinkonsum sowie ballaststoffarmer Kost an der Entstehung eines Reizdarms beteiligt ist. Denn gerade Reizdarm-Patienten halten sich oft mit dem Konsum von Genussmitteln und ungesunden Lebensmitteln besonders zurück.

Auch die These, dass Pilzinfektionen im Darm zu einem Reizdarmsyndrom führen können, ist nicht erwiesen. Pilze gehören zur normalen Flora des Darms. In welcher Menge sie vorhanden sind, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von Ernährungsgewohnheiten ab. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten keinen Zusammenhang zwischen der Pilzmenge im Stuhl und bestimmten Darmerkrankungen nachweisen.

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