
Metabolisches Syndrom
Vorsorge & Schutz
Entwickelt ein Patient eine Erkrankung aus dem Metabolischen Symptomenkomplex, so ist besondere Vorsicht und verstärkter Behandlungsbedarf geboten. Zusammen mit seinem Arzt sollte der Betroffene so frühzeitig wie möglich Gegenmaßnahmen einleiten, um zu vermeiden, dass sich die Beschwerden verschlimmern oder weitere Krankheitszeichen hinzukommen. Patienten mit erhöhtem Blutdruck, Übergewicht oder erhöhten Blutfett- oder Blutzuckerwerten sollten dauerhaft ihre Lebensgewohnheiten umstellen und auf ihre Ernährung achten. Nur so können sie ihr persönliches Arteriosklerose-, Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko verringern.
Daher ist es sehr wichtig, dass Patienten sich bewusst und ausgewogen ernähren, regelmäßig bewegen und auf Nikotin und zuviel Alkohol verzichten. Verordnete Medikamente sollten regelmäßig eingenommen und nicht ohne Wissen des Arztes abgesetzt werden.
Mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung lässt sich das Metabolische Syndrom am wirkungsvollsten vermeiden. Folgende Maßnahmen haben sich bei Risikopatienten bewährt:
- Gewichtsabnahme um 5-7% innerhalb von 3 Monaten
- Mindestens 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche
- Mindestens 15 Gramm faserhaltige Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien
- Höchstens 30% Fettanteil in der Nahrung
- Höchstens 7-10% gesättigte Fettsäuren in der täglichen Nahrung
Patienten, die diese Vorgaben erreichen, können Folgeerkrankungen, z. B. den Ausbruch von Diabetes, fast immer verhindern. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle dieser Maßnahmen durch einen Arzt. Indem er Ihren Blutdruck, Taillenumfang und den Body Mass Index misst, kann er einfach und bequem den Erfolg der Maßnahmen beurteilen.


