Anzeichen & Beschwerden


Das Krankheitsbild ist vielgestaltig. Häufig sind beschwerdefreie (asymptomatische) Verläufe und die Entdeckung der CLL ist ein Zufallsbefund, meist im Blutbild.

Ein wichtiges Krankheitszeichen ist die anhaltend erhöhte Lymphozytenanzahl von mehr als 5000 Lymphozyten pro Mikroliter Blut. Im Blutausstrich sieht man unter dem Mikroskop gegebenenfalls die typischen kleinen Zellen der chronisch-lymphatischen Leukämie. Neben den intakten Zellen befinden sich Zelltrümmer, die so genannten Gumprechtschen Kernschatten.

Selten sind Lymphknotenschwellung, Milz- und Lebervergrößerung. Auch eine Funktionsstörung des Knochenmarks (Knochenmarkinsuffizienz) mit Blutarmut (Anämie) und Mangel an Blutplättchen (Thrombopenie) können ein erstes Zeichen sein., ebenso Autoimmunphänomene (Hämolyse) und Infektionen. Selten findet sich eine Vorphase in Form einer Monoklonalen B-Zell-Lymphozytose (MBL), die jedoch nur in 1 % der Fälle in eine CLL übergeht.

Ursachen & Risikofaktoren


Die Ursachen der Erkrankung sind sehr heterogen mit zahlreichen genetischen Abweichungen (Aberrationen) und ganz unterschiedlichen Signalübertragungswegen.

Als Risikofaktoren gelten Benzol-Exposition (anerkannte Berufserkrankung) und eine erbliche Komponente (Familiäre Häufung bis 8,5-fach). Am häufigsten ist jedoch das spontane Auftreten ohne spezifisches Risiko.


Autor/Autoren: Wissenschaftliche Beratung & Ausarbeitung: Prof. Dr. Christoph Clemm, München

Literatur:
Leitlinie CLL: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/chronische-lymphatische-leukaemie-cll/@@view/html/index.html ; Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 11/2018

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