FSME: Wo kommt sie vor? Wie häufig ist sie?

Zecken kommen zwar weltweit vor, jedoch ist das FSME-Virus auf Europa und einige Teile Asiens beschränkt. In Deutschland ist das FSME-Virus teilweise stark verbreitet. Gebiete mit hohem Risiko sind Baden-Württemberg und Bayern, insbesondere die Niederungen des Donautals und seiner Nebenflüsse. Dort weisen bis zu 5% der erwachsenen Zecken FSME-Erreger auf. Weitere Verbreitungsgebiete sind das südliche Hessen und Thüringen. Darüber hinaus sind auch einzelne Landkreise in Rheinland-Pfalz (LK Birkenfeld), im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis) sowie in Sachsen (LK Vogtlandkreis) betroffen. Eine aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland finden Sie unter: www.rki.de/fsme.

Die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in Deutschland ist mittlerweile auf über 500 pro Jahr gestiegen. Sie unterliegt jedoch deutlichen Schwankungen, die von klimatischen und ökologischen Faktoren abhängen, welche Aktivität und Lebenszyklus  der Zecken beeinflussen, aber auch vom Impfstatus der Bevölkerung, vom Freizeitverhalten und von Art und Ausmaß der Exposition der Menschen im Freien.

FSME kommt auch in einigen Regionen von Mittel-, Nord- und Osteuropa vor sowie in Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan. Erreger in Sibirien ist vorwiegend der östliche FSME-Subtyp (Russian Spring Summer Encephalitis, RSSE), in Asien auch der fernöstliche FSME-Subtyp. 

Experte: Wissenschaftliche Beratung & Ausarbeitung: Prof. Thomas Löscher, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 5/2018

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