Gastritis: Prognose & Verlauf

Der Verlauf einer Magenschleimhautentzündung und die Heilungschancen hängen von ihrer Ursache ab. Eine akute Gastritis heilt bei entsprechender Therapie meist schnell und folgenlos aus. Wer auf Magen schädigende Einflüsse in größeren Mengen verzichtet, z. B. Kaffee, Alkohol, Nikotin, bestimmte Medikamente und psychische Belastungen, senkt darüber hinaus die Gefahr einer erneuten Erkrankung.  

Da eine chronische Gastritis lange Zeit nahezu beschwerdefrei verlaufen kann, wird sie meist eher zufällig bei einer ärztlichen Untersuchung entdeckt. Eine Autoimmungastritis (Typ A) ist bislang nicht heilbar und erfordert eine lebenslange Zufuhr des Vitamins B12. Da die Autoimmungastritis in der Regel wenige Beschwerden verursacht, wird die Lebensqualität kaum eingeschränkt. Allerdings sollten sich die Betroffenen aufgrund des erhöhten Krebsrisikos regelmäßigen Kontrollen unterziehen.

Die Kombinationstherapie mit Antibiotika zur Bekämpfung einer Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori ist in mehr als 90% der Fälle erfolgreich und führt zu vollständiger Heilung. Ein Rückfall ist sehr selten. Nach 4-6 Wochen erfolgt eine Nachuntersuchung. Ist der Erreger trotz der Behandlung weiterhin nachweisbar, ist der Patient möglicherweise gegen die eingesetzten Antibiotika resistent. In einem solchen Fall kann der Arzt auf ein Antibiotikum umstellen, gegen das die Bakterien nicht resistent sind. Nach der Ausheilung ist eine Kontrolluntersuchung in größeren Zeitabständen empfehlenswert. Eine Gastritis erhöht das Risiko für Magenkrebs um das Drei- bis Achtfache.

Eine chronische Gastritis vom Typ C heilt nach Beseitigung der Ursachen normalerweise rasch ohne bleibende Schäden aus.

Experte: Wiss. Beratung & Ausarbeitung: Dr. Martin Strauch, Neubiberg

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Meyer, J. et al. (Hrsg.); Elsevier 5/2017
02/2016 S2k-Leitlinie: Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit: www.dgvs.de/wissen-kompakt/leitlinien/leitlinien-der-dgvs/helicobacter-pylori/

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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