Gastritis: Vorsorge & Schutz

Es gibt keine spezielle Ernährungsweise, mit der Sie einer Gastritis vorbeugen können. Eine gesunde Lebensweise schützt jedoch die Magenschleimhaut. Vermeiden Sie deshalb fettreiche, ballaststoffarme und stark gewürzte Nahrung. Gleiches gilt für extrem heiße oder kalte Getränke. Auch Zitrusfrüchte, Kaffee, Alkohol und Tabak können die Magenschleimhaut schädigen und sollten deshalb nur in Maßen genossen werden. Werfen Sie außerdem alte oder gar verdorbene Lebensmittel konsequent weg. Essen und trinken Sie langsam und in Ruhe. 5-6 kleine Mahlzeiten pro Tag, die in Ruhe gut durchgekaut werden, sind bekömmlicher als wenige, große Mahlzeiten.

Nehmen Sie nur die Medikamente ein, die unbedingt notwendig sind, und ersetzen Sie Magen reizende Medikamente in Rücksprache mit Ihrem Arzt gegen schonende Mittel. Vor allem nichtsteroidale Antirheumatika, zu denen einige gängige, frei verkäufliche Schmerzmittel gehören, sollten nur unter ärztlicher Beobachtung über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Lassen Sie also die Einnahme dieser Medikamente nicht zur Gewohnheit werden, wenn es medizinisch nicht unbedingt nötig ist. Reinigungsmittel und andere ätzende Substanzen sollten Sie sicher aufbewahren und verantwortungsvoll einsetzen. Achten Sie darauf, dass diese Mittel nicht direkt oder über ihre Hände in den Magen gelangen. Haushalts- oder Einmalhandschuhe können auf einfache Weise vor dem direkten Kontakt mit den Mitteln schützen.

Psychisch belastende Situationen und Stress lassen sich im beruflichen und privaten Alltag nicht immer völlig vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Sie für sich selbst Möglichkeiten zur Entspannung finden und dadurch gelassener werden. So fördert regelmäßige sportliche Bewegung die Verdauung und baut zudem Stress ab. Gezielte Techniken, wie z. B. autogenes Training oder Yoga, erleichtern ebenfalls den Umgang mit der Hektik des Alltags.

Experte: Wiss. Beratung & Ausarbeitung: Dr. Martin Strauch, Neubiberg

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Meyer, J. et al. (Hrsg.); Elsevier 5/2017
02/2016 S2k-Leitlinie: Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit: www.dgvs.de/wissen-kompakt/leitlinien/leitlinien-der-dgvs/helicobacter-pylori/

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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