Nierenkrebs: Was ist das?

Rund 2% aller bösartigen Tumoren sind Nierenzellkarzinome. In Deutschland erkranken jährlich etwa 14.000 Menschen an dieser Krebsform. Das Nierenzellkarzinom tritt meist im Alter zwischen 60 und 70 Jahren auf. Männer sind 1,5-mal häufiger betroffen als Frauen.

Das Nierenkarzinom oder Nierenzellkarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung der Niere. Man spricht auch vom Grawitz-Tumor oder Hypernephrom. Über 90% aller bösartigen Nierentumoren sind Nierenzellkarzinome. Sie bilden sich aus den Zellen der Harnkanälchen meist im äußeren Teil der Niere, der Nierenrinde. Andere Krebsformen der Nieren sind Tumoren des Bindegewebes (Sarkome) und Mischformen aus Nierenkarzinom und Sarkom.

Im frühen Stadium des Nierenkarzinoms zeigen sich meist keine Symptome. Erste Krankheitszeichen können Blut im Urin oder Schmerzen in der Lendengegend sein. Die meisten Nierentumoren werden heutzutage bei Ultraschall-Routineuntersuchungen entdeckt.

Wenn ein Nierenkarzinom im Frühstadium erkannt wird, bestehen gute Chancen auf eine vollständige Heilung, insbesondere wenn der Tumor innerhalb der Nierenkapsel liegt und keine Tochtergeschwülste (Metastasen) bestehen. 

Autor/Autoren: Wissenschaftliche Beratung und Ausarbeitung: Prof. Dr. Johannes Mann, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 11/2018

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