Osteoporose: Auswirkungen & Komplikationen

Ein durch Osteoporose verursachter Knochenbruch mit nachfolgender Bettlägerigkeit oder Pflegebedürftigkeit kann insbesondere bei älteren Menschen schwere Folgen haben. Weitere Komplikationen können sich durch die Haltungsschäden bei dem so genannten Witwenbuckel ergeben: Die Verkrümmung der Wirbelsäule führt zu einer Abnahme des Brustraumes und kann eine Atemfunktionsstörung hervorrufen oder verstärken. Das Resultat sind Kurzatmigkeit und Lungenerkrankungen.

Ist die Osteoporose bereits weit fortgeschritten, führen die Folgeerscheinungen wie Kurzatmigkeit, chronische Schmerzen, Schlafstörungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit oft zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Sie können Angst, Unselbstständigkeit und Depressionen hervorrufen. Die Bewegungseinschränkung durch die Osteoporose führt in einen Teufelskreis, weil mangelnde Aktivität den Krankheitsverlauf noch weiter beschleunigt. Je später eine Behandlung begonnen wird, desto schwieriger ist es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Experte: Wiss. Beratung & Ausarbeitung: Prof. Dr. med. Otto-Albrecht Müller, München

Literatur:
Überarbeitete Leitlinie des American College of Physicians (ACP): Annals of Internal Medicine, Online-Veröffentlichung am 9.5.2017
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Meyer, J. et al. (Hrsg.); Elsevier 5/2017
Offizielle Behandlungsleitlinien des DVO, 2014: http://www.dv-osteologie.org/uploads/Leitlinie%202014/DVO-Leitlinie%20Osteoporose%202014%20Kurzfassung%20und%20Langfassung%20Version%201a%2012%2001%202016.pdf

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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