Arten der Potenzstörung und Definition

Was sind Potenzstörungen?

Potenzstörungen sind ein Sammelbegriff für Sexualstörungen des Mannes. Darunter fallen unter anderem Libidoverlust, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen und die verminderte Zeugungsfähigkeit (Infertilität). Von einer Impotenz spricht man bei dauerhaft bestehenden Potenzstörungen.

Welche Arten von Potenzstörungen gibt es?

Unter Libidostörungen versteht man eine sexuelle Lustlosigkeit (geringe sexuelle Appetenz), die mit einer unwillentlichen Abnahme von sexuellen Phantasien und sexuellem Verlangen einhergeht. Im Unterschied zur Asexualität (mit grundsätzlich fehlendem Interesse an sexuellen Handlungen) ist dies meistens mit einem Leidensdruck in der Partnerschaft verbunden.

Unter Erektionsstörungen versteht man im Allgemeinen eine Einschränkung der erektilen Funktion, und damit die Unfähigkeit, für den Geschlechtsverkehr eine ausreichende Steife (Erektion) des männlichen Gliedes (Penis) aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Im Fachjargon wird diese Problematik als erektile Dysfunktion bezeichnet. In der dritten Lebensdekade betrifft diese Erkrankung 2,3 % der männlichen Bevölkerung. In der siebten Lebensdekade sind davon sogar 53,4 % der männlichen Bevölkerung betroffen. Die Impotenz ist die häufigste Sexualstörung des älteren Mannes.

Unter Ejakulationsstörungen versteht man eine Störung des Samenergusses. Hierzu gehören vorzeitige, verspätete oder ausbleibende Samenergüsse, die retrograde Ejakulation (ein in die Harnblase fehlgeleiteter Samenerguss), sowie schmerzhafte Ejakulationen. Unter einer vorzeitigen Ejakulation versteht man einen Samenerguss, der bereits nach weniger als einer Minute nach der vaginalen Penetration auftritt.

Unter verminderter Zeugungsfähigkeit versteht man das Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschütztem Sexualverkehr aufgrund einer Zeugungsunfähigkeit des Mannes.

Autor/Autoren: Wissenschaftliche Ausarbeitung: Dr. med. Kathrin Popp, München

Experte: Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. med. Günter K. Stalla, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 11/2018

Letzte Aktualisierung: 11.02.2020

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