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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Auswirkungen


Die psychischen Beschwerden einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion können beträchtliche Folgen haben. Die Störungen können Halluzinationen und Wahnzustände auslösen. Das Erleben der eigenen Persönlichkeit und der Abgrenzung zur Umwelt sind häufig verändert. Die Betroffenen fühlen sich wie „von außen gesteuert".

Das Ausmaß der geschwollenen Körperteile, wie Gesicht, Zunge und Augenpartien kann bedenkliche Formen annehmen. Bei einem schweren und langen Verlauf der Unterfunktion sind dies Folgeerscheinungen einer vermehrten Wassereinlagerung in das Körpergewebe (Ödem). Die Haut fühlt sich dann teigig an.

Die Veränderungen am Herzen können zu einer Herzmuskelschwäche führen. Auch die schlechten Blutwerte wirken sich häufig negativ aus. Beispielsweise kann der erhöhte Cholesterinspiegel langsfristig zu einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) führen. Der verlangsamte Stoffwechsel schränkt außerdem die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien ein, so dass ernsthafte Mangelerscheinungen auftreten können.

In seltenen Einzelfällen kann eine unbehandelte Unterfunktion der Schilddrüse zu einem Komazustand führen, insbesondere wenn zusätzliche Belastungen auf die Betroffenen einwirken. Das können Infektionen, Narkosen oder auch Medikamente mit beruhigender Wirkung sein.

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