Fieber: Hyperthermie & Hitzschlag

Bei manchen Menschen kann die Körpertemperatur sehr stark steigen, ohne dass bei ihnen der Temperatur-Sollwert im Gehirn zu hoch eingestellt ist – es kommt zu einer Überwärmung (Hyperthermie). Die Temperatur steigt, wenn der Körper von außen oder von innen aufgeheizt wird, beispielsweise durch eine  Sauna, ein heißes Bad oder bei sehr starker körperlicher Anstrengung, und der Körper nicht ausreichend für Kühlung sorgen kann.  Eine solche Hyperthermie kann im schlimmsten Fall zu einem tödlichen Hitzschlag führen.

Eine besondere aber sehr seltene Form der Hyperthermie ist die erbliche maligne Hyperthermie - eine Stoffwechselstörung der Muskulatur. Dabei steigt bei einer Vollnarkose die Körpertemperatur rasch auf über 43°C an. Am häufigsten wird diese ohne Behandlung häufig tödlich endende Komplikation durch Narkosemittel wie Succinylcholin oder Halothan hervorgerufen. Der Anästhesist muss die Narkose sofort beenden, den Patienten mit 100%-igem Sauerstoff beatmen, ihn kühlen und ein spezielles Medikament verabreichen. Da die Erkrankung erblich ist, findet der Anästhesist häufig entsprechende Hinweise auf diese Veranlagung in der Familiengeschichte

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