Schlaganfall: Was ist das?

Jährlich erleiden in Deutschland rund 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Jeder vierte der betroffenen Patienten stirbt innerhalb eines Jahres. Damit ist der Schlaganfall nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Weltweit steht er mittlerweile sogar an zweiter Stelle.
Das Risiko für einen Schlaganfall steigt mit zunehmendem Alter. Ganz selten können auch junge Menschen oder Kinder von einem Schlaganfall betroffen sein. Als Folge eines Hirninfarkts kommt es oft zu bleibenden Schäden, die zu einer dauernden Pflegebedürftigkeit führen.

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einem plötzlich einsetzenden Ausfall bestimmter Gehirnregionen. Ursache dafür ist in vielen Fällen eine zunehmende Veränderung von Blutgefäßen (z. B. Arteriosklerose) im Gehirn. Wenn die Ausfallerscheinungen länger als einen Tag auftreten, liegt ein vollendeter Schlaganfall vor. In diesem Fall ist es bereits zu einer bleibenden Schädigung des Nervengewebes gekommen ist. Bestehen die beobachteten Ausfallerscheinungen nur vorübergehend, spricht man von einer transitorisch ischämischen Attacke (TIA).

Typisch für den Schlaganfall ist das plötzliche Auftreten von Ausfällen, wie z. B. einer Lähmung, einer Unsicherheit beim Gehen oder auch Seh- und Sprachstörungen. In solchen Fällen muss schnell gehandelt werden. Der Patient ist unverzüglich zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus zu bringen. Auf akute Schlaganfälle spezialisierte Zentren sind die so genannten „Stroke units", die an vielen internistischen und neurologischen Kliniken eingerichtet wurden. Hier arbeiten verschiedene Facharztgruppen und speziell ausgebildete Pflegekräfte eng zusammen, um dem Schlaganfall-Patienten eine optimale medizinische Versorgung zu bieten. Zum Ärzteteam gehören in erster Linie Neurologen und Internisten, speziell Angiologen (Gefäßspezialist) und Kardiologen.

Experte: Wissenschaftliche Beratung & Ausarbeitung: Dr. Gerhart Tepohl, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Meyer, J. et al (Hrsg.); Elsevier 5/2017

Letzte Aktualisierung: 25.08.2017

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