Malaria: Prognose & Verlauf

Die Malaria tropica und die Knowlesi Malaria sind lebensbedrohliche Infektionserkrankungen, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Werden sie rechtzeitig und richtig behandelt, sind sie grundsätzlich heilbar. Dagegen heilen Malaria tertiana und quartana meist auch unbehandelt aus. Bei der Malaria tertiana sind jedoch Rückfälle möglich, insbesondere wenn keine Nachbehandlung mit Primaquin erfolgte.  In Deutschland enden 0,5-1% der eingeschleppten Malariafälle tödlich.

Der Mensch erwirbt nach einer überstandenen Malaria keine natürlichen Abwehrkräfte (Immunität). Eine neue Ansteckung ist deshalb jederzeit möglich. Die Bewohner von Risikogebieten können jedoch nach vielfachen Infektionen mit der Zeit teilweise immun werden. Diese Teilimmunität verhindert zwar nicht die Infektion, bewirkt aber, dass die Krankheitsanzeichen abgeschwächt werden oder völlig fehlen. Außerdem gibt es angeborene Schutzfaktoren, wie z. B. die Sichelzellanämie. Typischerweise hinterlässt eine ausgeheilte Malaria meist keine Folgeschäden. Nur in seltenen Fällen kommt es nach einer schwer verlaufenden Malaria zu bleibenden neurologischen Ausfällen.

Autor/Autoren: Wissensch. Beratung & Ausarbeitung: Dr. Mirjam Schunk, Prof. Dr. Thomas Löscher

Literatur:
• Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Hrsg.: J. Meyer et al. ; Elsevier, 11/2018 • World Malaria Report 2017. Geneva: World Health Organization; 2018.

Letzte Aktualisierung: 29.01.2019

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