Systemischer Lupus erythematodes: Ursachen und Risiken

Ursachen

Die Ursachen für die Autoimmunreaktion des Körpers beim SLE sind nach wie vor unklar. Bei der Krankheitsentstehung scheinen genetische, hormonelle, immunologische, infektiologische und Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle zu spielen. Der SLE ist nicht ansteckend und wird nicht vererbt, auch wenn eine familiäre Häufung beobachtet wird. So haben verglichen mit der Normalbevölkerung Geschwister von SLE-Patienten ein 30-fach höheres Risiko, ebenfalls an einem SLE zu erkranken.

Unter Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. einzelne Medikamente gegen arterielle Hypertonie, Epilepsie oder auch immunmodulatorische Medikamente wie Sulfasalazin oder TNF-alpha-Antagonisten) kann in seltenen Fällen ein Lupus-ähnliches Syndrom (Medikamenten-induzierter Lupus erythematodes) auftreten. In diesem Fall verschwindet das Krankheitsbild aber wieder - in der Regel nach Absetzen der auslösenden Medikamente innerhalb weniger Wochen bis Monate.

Risikofaktoren

Risikofaktoren, welche den SLE auslösen, sind wie die auslösenden Ursachen der Erkrankung bislang nicht eindeutig geklärt. Als potentielle Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen oder Schübe verschlimmern können, gelten:

  • Weibliche Geschlechtshormone (v. a. Östrogen), Schwangerschaft und Entbindung
  • Infektionen, v. a. Virus-Infektionen
  • UV-Strahlen (Sonnenexposition)


Autor/Autoren: Ausarbeitung: Dr. Martin Welcker und Dr. Florian Popp, Planegg

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern Meyer, J. et al. (Hrsg.); Elsevier 5/2017

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