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Hormone & Stoffwechsel


Der menschliche Körper besteht aus rund 220 verschiedenen Zelltypen und schätzungsweise 10-100 Billionen Zellen. Diese unvorstellbar hohe Zahl an Zellen bildet Haut, Haare, Muskeln, Knochen, Nerven, Blutgefäße und die verschiedenen Organ- und Bindegewebe.

Damit unser Körper reibungslos funktioniert, müssen die Vorgänge in all diesen Zellen koordiniert und gesteuert werden. Hierfür sind beim Menschen das Nervensystem und das Hormonsystem zuständig. Während das Nervensystem seine „Befehle" an die Zellen in Form elektrischer Signale (Nervenimpulse) vermittelt, benutzt das Hormonsystem Botenstoffe, die so genannten Hormone, um „Anweisungen" weiter zu leiten. Hormone verteilen sich auf dem Blutweg im Körper und steuern lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Ernährung, Körpertemperatur sowie unseren Salz- und Wasserhaushalt. Außerdem regeln sie Wachstum, die Entwicklung zu Mann oder Frau und unsere Fortpflanzung. Hormone sind darüber hinaus dafür verantwortlich, wie wir uns fühlen und wie wir uns unserer Umwelt gegenüber verhalten.

Das Hormonsystem des menschlichen Körpers besteht aus:

Oberstes Kontrollorgan über das Hormonsystem ist das Gehirn, das über den die Aktivität der verschiedenen Hormondrüsen reguliert. Die verschiedenen Hormondrüsen beeinflussen sich gegenseitig und sorgen gemeinsam für die fein abgestimmte Funktionsfähigkeit des Körpers.

Das Hormonsystem heißt in der Fachsprache auch endokrines System (griechisch; „endo": innen, „krinein": abscheiden). Der Ausdruck „endokrin" bezieht sich auf Hormondrüsen, die ihre Hormone direkt ins Blut abgeben und keinen eigenen Ausführgang haben. Im Gegensatz dazu geben exokrine Drüsen ihre Produkte über einen speziellen Ausführgang nach außen ab, z. B. Speichel- oder Tränendrüsen. Ein Arzt, der sich mit der Erforschung der Hormone, ihrer Wirkungsweisen und mit Erkrankungen des hormonalen Geschehens beschäftigt, wird als Endokrinologe bezeichnet.

Der Begriff „Hormon" stammt aus dem Griechischen und bedeutet „antreiben" oder „erregen". Viele Hormone gelangen mit dem Blutstrom zu ihrem Wirkort. Einige Hormone sind im Blut an bestimmte Trägerstoffe gebunden, andere bewegen sich frei im Blut. Manche wirken an der gleichen Zelle, in der sie gebildet wurden, andere an benachbarten oder weit entfernten Zellen.

An ihren Zielzellen binden die Hormone an spezielle Bindungsstellen (Rezeptoren) und lösen dadurch eine Reaktion in der Zelle aus. Bereits winzige Mengen an Hormonen reichen aus, um eine große Wirkung zu erzielen.  

Aufgrund ihrer chemischen Struktur kann man 3 hauptsächliche Hormonklassen unterscheiden:

  1. Eiweiße (Proteine und Glykoproteine), z. B. Insulin
  2. Amine und Abkömmlinge von Aminosäuren, z. B. Adrenalin oder die Schilddrüsenhormone T3 und T4

  3. Steroidhormone, z. B. Kortison  oder Geschlechtshormone

 

 

 

 

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