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Malaria

Symptome & Komplikationen


Die Krankheit bricht aus, wenn die Malariaerreger die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen. Die Zeitspanne zwischen der Übertragung der Erreger und dem Ausbruch ist je nach Malariaform unterschiedlich lang. Bei Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) beträgt sie meist 7-20 Tage, bei Plasmodium vivax und Plasmodium ovale (Erreger der Malaria tertiana) 10-21 Tage und bei Plasmodium malariae (Erreger der Malaria quartana) 21-42 Tage. Die Inkubationszeiten können jedoch sehr variieren und bei Malaria tertiana und Malaria quartana unter Umständen sogar einige Jahre betragen.

Die Krankheitszeichen können sehr unterschiedlich sein. Dabei gibt es fast keine Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten können. Für alle Malariaformen ist jedoch Fieber typisch. Bei Malaria tropica ist das Fieber oft unregelmäßig oder durchgehend vorhanden. Bei Malaria tertiana und Malaria quartana dagegen treten häufig - müssen aber nicht - regelmäßige Fieberschübe im Abstand von 2 oder 3 Tagen auf. Deshalb wurde die Malaria früher auch als „Wechselfieber" bezeichnet.

Neben den ersten Krankheitszeichen nach einer Malariainfektion gedeutet werden können, treten je nach Form und Heftigkeit der Erkrankung weitere Beschwerden auf.

Malaria tropica

Wird eine Malaria tropica nach den ersten Anzeichen nicht behandelt, können Komplikationen auftreten. Meist entwickelt sich eine  komplizierte Malaria nach einer Woche, gelegentlich aber schon nach wenigen Tagen. Die auftretenden Komplikationen werden durch Funktionsstörungen aller lebenswichtigen Organe hervorgerufen. So kann es z. B. zu Störungen der Lungenfunktion mit Atemnot, akutem Nierenversagen, Bewusstseinsstörungen und Blutdruckabfall kommen. Der Tod tritt ein, wenn die wesentlichen Organsysteme (z. B. Gehirn, Niere, Lungen) versagen.

Es gibt eine Reihe von Befunden, die auf eine komplizierte Malaria tropica hinweisen können. So deuten z. B. Bewusstseinseintrübung bis hin zum Koma, unregelmäßige Atmung, Schockanzeichen, schwere Blutarmut (Anämie) oder Nierenversagen auf eine als lebensbedrohlich anzusehende Infektion hin. Eine weitere Behandlung muss dann auf der Intensivstation erfolgen.

Entwickeln sich im Krankheitsverlauf hingegen keine lebensbedrohlichen Komplikationen, spricht man von einer unkomplizierten Malaria tropica, die stationär behandelt werden kann.

Bei Malaria tropica können innerhalb einiger Wochen Früh-Rückfälle auftreten, die sich oft durch einen erneuten Fieberschub andeuten. Zu diesen Frührückfällen kann es kommen, wenn die Erreger gegen das Therapiemedikament resistent sind oder zu kurz eingesetzt werden.

Malaria tertiana und Malaria quartana

Die charakteristischen, regelmäßigen Fieberschübe sind nicht bei allen Patienten zu beobachten. Sie können auch ausbleiben, wenn eine Mischinfektion mit dem Erreger der Malaria tropica vorliegt. Malaria tertiana und Malaria quartana verursachen normalerweise keine lebensbedrohlichen Komplikationen und haben oft einen grippeähnlichen Verlauf. Sie heilen notfalls auch unbehandelt nach einigen Rückfällen spontan aus.

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