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Blutbild - Erklärung

Magnesium


Warum wird der Magnesium-Wert gemessen?

Magnesium (Mg) ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für den Menschen. Es ist an vielen Enzymreaktionen im Körper beteiligt. Pro Tag benötigt der Mensch etwa 300 Milligramm Magnesium. Dieser Bedarf wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, Nüssen und Gemüse (Blattspinat, Kohlrabi) gedeckt.

Magnesiummangel kann zu Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, allgemeinem Schwächegefühl, Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen führen.

 

Welchen Magnesium-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 1,8 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 2,6 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 0,73 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,06 Millimol pro Liter (mmol/l)

 

Welchen Magnesium-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 1,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 0,77 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,03 Millimol pro Liter (mmol/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Magnesium-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Übersäuerung des Bluts (diabetische Ketoazidose) hindeuten. Auch die Einnahme von harntreibenden Medikamenten (Diuretika) kann den Wert erhöhen. Bei Alkoholmissbrauch oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen kann die Magnesium-Aufnahme aus dem Darm gestört sein.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Magnesium-Werte können auf einen Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämolyse) oder eine Nierenschwäche hindeuten. Auch bei übermäßiger Einnahme von säurehemmenden Magenmedikamenten (Antazida), die viel Magnesium enthalten, können die Werte erhöht sein.

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