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15.11.2010

Nebenwirkungen von Kortison mit richtiger Ernährung verringern

Wenn Patienten regelmäßig Kortison einnehmen, können sie die Nebenwirkungen des Medikamentes durch eine angepasste Ernährung lindern oder vermeiden. „Insbesondere sollte man auf das Körpergewicht achten, um eine Gewichtszunahme, die durch die Appetitsteigerung bei Kortisoneinnahme verursacht werden kann, zu verhindern", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Kortison reguliert den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel des Körpers. Wer dauerhaft Kortison einnehmen muss, sollte deshalb beispielsweise möglichst wenig Zucker zu sich nehmen, da Kortison den Blutzuckerspiegel erhöht. Außerdem sollte man auf eine ausreichende Eiweißversorgung bei gleichzeitig geringem Fettgehalt der Nahrung achten, denn Kortison vermehrt die Konzentration von Fetten, wie etwa von Cholesterin, im Blut. „Hohe Dosen von Kortison verringern darüber hinaus die Salzausscheidung des Körpers. Eine salzarme Ernährung hilft deshalb, Bluthochdruck zu vermeiden", rät Dr. Wesiack.

Eine weitere unerwünschte Wirkung von Kortison ist die Verringerung der Knochendichte, also einer Osteoporose. „Die Aufnahme von genügend Kalzium und Vitamin D trägt daher dazu bei, einem möglichen Knochenschwund entgegen zu wirken", empfiehlt Dr. Wesiack. „Auch körperliche Aktivität und Sport helfen, die Knochen kräftig und widerstandsfähig zu halten."

Kortison-Tabletten sollten möglichst morgens zwischen 6 und 8 Uhr eingenommen werden, denn in diesem Zeitraum bildet der Körper selbst viel körpereigenes Kortison. Deshalb stört eine zusätzliche Einnahme von Kortison den Organismus morgens weniger als zu anderen Tageszeiten. „Um eine lang andauernde Kortison-Behandlung zu beenden, muss die Dosis langsam reduziert werden, bis der Körper wieder genügend eigenes Kortison herstellt. Wird das Kortison abrupt abgesetzt, kann es zu Kreislaufversagen und Schockreaktionen kommen", warnt Dr. Wesiack.



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