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02.06.2011

Yoga scheint Vorhofflimmern verringern zu können

Zwei Mal pro Woche eine Stunde Yoga kann offenbar die Zahl von Vorhofflimmer-Episoden halbieren. 49 Studienteilnehmer mit vorübergehendem „paroxysmalem" Vorhofflimmern (eine Herzrhythmusstörung) wurden während der ersten drei Monate der Studie aufgefordert, zunächst etwas häufiger körperlichen Aktivitäten nachzugehen, die ihnen vertraut waren und Freude bereiteten. In den verbleibenden drei Monaten nahmen die Probanden zweimal pro Woche jeweils eine Stunde an einem Programm mit Atem-, Yoga- und Entspannungs- übungen sowie Meditation teil, zusätzlich sollten sie diese Übungen auch zuhause mit einer Schulungs-DVD jeden Tag durchführen. In der Periode, in der die Probanden Yoga-Übungen praktizierten, verringerte sich die Anzahl der Episoden mit Vorhofflimmern von 3,8 auf 2,1.

Die Anzahl „gefühlter Episoden", bei denen ein Herzstolpern empfunden wurde, ohne dass sich im EKG Veränderungen zeigten, reduzierte sich von 2,6 auf 1,4. Überhaupt keine Rhythmusstörungen hatten 22 Prozent der Studienteilnehmer. Außerdem verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten signifikant bezüglich Angst und Depression.

„Es sieht so aus, dass Yoga die Trigger abschwächen, die Vorhofflimmern verursachen", meint Studienleiter Dr. Dhanunjaya Lakkireddy, Kardiologe in Kansas City (USA). „Wir benötigen weitere Studien, um diese Mechanismen genauer zu verstehen." Eine mögliche Erklärung: Eventuell verringert Yoga systemische Entzündungsreaktionen und Funktionsstörungen der Gefäß-Innenwände („endotheliale Dysfunktion"). Yoga wirke sich außerdem positiv auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und generellen Stress aus. „Wir empfehlen unseren Patienten selbstverständlich, ihre Medikamente weiter einzunehmen. Wir konnten jedoch einige beeindruckende Ergebnisse zeigen", fasst Dr. Lakkireddy zusammen. 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie



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