
News
|
05.02.2008 Neues Medikament gegen Colitis ulcerosa getestet
Für die Studie wurde Phosphatidylcholin so „verpackt", so dass es im Gegensatz zu anderen Fetten erst im unteren Teil des Dünndarms freigesetzt wird und von dort den Dickdarm erreicht. Das speziell aufbereitete Phosphatidylcholin kann so die bei Colitis verminderte Schleimschicht auf den Darmzellen verstärken, damit sie wieder ausreichend Schutz vor Bakterien oder anderen Entzündungsauslösern bietet. Weitere Tests sind geplantAn der Heidelberger Studie nahmen insgesamt 60 Patienten teil, denen 12 Wochen lang entweder Phosphatidylcholin oder ein Scheinmedikament (Plazebo) verabreicht wurde. Nebenwirkungen traten - abgesehen von Blähungen - nicht auf. „Dies ist ein erster Hinweis dafür, dass wir diesen Patienten mit einem nebenwirkungsarmen Therapieverfahren in Zukunft eine Behandlungsalternative anbieten können", bewertet Prof. Wolfgang Stremmel, Direktor an der Uniklinik Heidelberg und einer der Autoren der Studie, die Ergebnisse. Die Heidelberger Wissenschaftler bereiten nun eine deutschlandweite Untersuchung vor, in der das Präparat an mindestens 150 Patienten getestet wird. Ergebnisse werden in ca. 2 Jahren erwartet. An der schweren Darmentzündung Colitis ulcerosa leiden rund 200.000 Menschen in Deutschland. Meist beginnt die Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. Blutige Durchfälle und heftige Schmerzen durch Geschwüre im Dickdarm prägen oft ein Leben lang das Krankheitsbild. Die Ursache der Erkrankung, die das Risiko für Darmkrebs vervielfacht, ist nicht bekannt. Medikamente können nur die Beschwerden lindern, allerdings oft mit erheblichen Nebenwirkungen wie beim entzündungshemmenden Kortison. Patienten, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich an die Universitätsklinik Heidelberg wenden (Studiensekretariat, Tel.: 06221 / 56 8701, E-Mail: anja.hanemann@med.uni-heidelberg.de).
Weitere Meldungen zum Thema:
|
Im Fokus
Grippe-Impfung
Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten. |
Was kann bei Reizmagen tun?
Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend... |
Dem Diabetischen Fuß vorbeugen
Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag... |
Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung
|
Den Blutdruck korrekt messen
|
Wie man Diabetes verhindern kann
|
Was Sie über Grippe wissen sollten
|
Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen
Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken... |
Schilddrüsen-Check
|
Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt
|







Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...
Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...
Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...
Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...
Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...
Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...