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19.03.2009 Flugpersonal & Schichtarbeiter haben erhöhtes Krebsrisiko
Das ergab die Auswertung von insgesamt 30 Studien aus aller Welt zum Thema Schichtarbeit und Krebs mit jeweils größeren untersuchten Gruppen, wie das Institut für Arbeitsmedizin der Universität Köln mitteilte. Für Schichtpersonal seien ähnliche Zahlen ermittelt worden, wobei der Untersuchungsschwerpunkt hier auf Krankenschwestern lag. Die Internationale Agentur für Krebsforschung - eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation WHO - hat bereits Ende 2007 bestimmte Formen der Schichtarbeit als krebserregend eingestuft. Zugleich hat die Agentur aber eingeschränkt, dass diese Einschätzung noch „suggestiv" sei. Die Auswertung der 30 Studien in Köln hat nun quasi als Querschnitts-Ergebnis klar zutage gefördert, dass das Krebsrisiko bei dem untersuchten Flug- und Schichtpersonal in jedem Fall deutlich erhöht ist. Licht, Nahrungsaufnahme und radioaktive Strahlung als mögliche UrsachenZugleich hat sich dem Institut zufolge gezeigt, dass künftige Untersuchungen zu dem Thema besser miteinander vergleichbar sein müssten, um zu einer verlässlichen Aussage zu kommen. Dazu seien international einheitliche Standards nötig und auch Untersuchungen von Schichtarbeitern aus anderen Berufsgruppen. Besonders die Lichtverhältnisse spielen nach bisherigen Erkenntnissen eine große Rolle: Das Licht ist demnach wichtigster „Zeitgeber" für den Körper. Es beeinflusst die Produktion des Dunkelheitshormons Melatonin, das bei einem veränderten Spiegel offenbar das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen kann. Auch die Nahrungsaufnahme könnte eine Rolle spielen, denn diese ist bei Schichtarbeitern und Flugpersonal, das durch verschiedene Zeitzonen fliege, deutlich verändert. Beim Flugpersonal wächst zudem die Krebsgefahr durch die stärkere radioaktive Strahlung in großer Höhe.
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