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20.06.2007

Vitamin-B- und Folsäure-Mangel können die Blutgefäße schädigen

Homocystein wird als Risikofaktor für eine Reihe von Erkrankungen, darunter Gefäß- und Herz-Kreislauferkrankungen angesehen. Homocystein ist eine schwefelhaltige, nicht in der Nahrung vorkommende Aminosäure. Sie entsteht als Zwischenprodukt des Zellstoffwechsels beim Abbau von Methionin zu Cystein. Ist der Methionin-Stoffwechsel aufgrund eines Enzym- und/oder Vitaminmangels (Folsäure, Vitamin B12, B6) gestört, reichert sich Homocystein verstärkt im Blut an. Mediziner sprechen dann von einer Hyperhomocysteinämie.

Besonders Personen mit Magen-Darm- und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, sowie Raucher und Alkohol-Konsumenten müssen auf ausreichende B-Vitamin-Zufuhr achten, so die Empfehlung von Experten. Tierische Nahrungsmittel (Fleisch, Eier, Milchprodukte) oder Fisch sind Vitamin-B12-Quellen. Vitamin B6 und B9 (Folat) sind besonders in Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse, Fleisch, Leber oder Milch vorhanden. Zur Vorbeugung eines Folat-Mangels sollte man 5 Portionen frisches Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen und die Nahrung schonend zubereiten, z. B. nicht zu stark erhitzen und nicht wässern, da sonst ein großer Teil des Folats verloren geht. Jedoch reicht eine gemüse- und obstreiche Kost sehr häufig nicht aus, um die Versorgung mit B-Vitaminen und hier allem Folat zu decken, so dass eine Ergänzung mit B-Vitaminen wichtig ist.

Erhöhte Konzentrationen von Homocystein werden bei 5-10% der Allgemeinbevölkerung und bei bis zu 40% der Patienten mit Gefäßerkrankungen gemessen. Besonders ältere Menschen leiden häufig an Hyperhomocysteinämie, die durch einen Mangel an B-Vitaminen (Folsäure, B-12, B-6) oder eine gestörte Nierenfunktion verursacht wird. Erhöhte Homocystein-Werte und Vitamin B-12-Mangel stehen bei älteren Menschen mit verminderter geistiger Leistung im Zusammenhang.



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