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16.10.2009 Vorsorge bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein gesundheitspolitisches Muss
Eine gesunde Lebensweise senkt das Herzinfarkt-Risiko um 80%Der gefährlichste Risikofaktor für einen Herzinfarkt ist ein ungünstiges Verhältnis von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin, gefolgt von Rauchen und hohem Blutdruck. Diabetes, vermehrtes Bauchfett, Stress, zu wenig Konsum von Obst und Gemüse und mangelnde Bewegung stellen weitere Risiken dar. „Die meisten dieser Ursachen lassen sich durch ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Nichtrauchen vermeiden. Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Risiko eines Herzinfarktes um mehr als 80% verringern", erklärt Dr. Brück. Die Botschaft, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden kann, ist damit zwar einfach, muss jedoch umgesetzt werden. „Wir Kardiologen verfügen über umfangreiche Erfahrung bezüglich der Behandlung und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher ist der BNK bereit und in der Lage, gemeinsam mit der Politik wirksame Strategien zur Förderung der Prävention dieser Erkrankungen zu entwickeln", betont der Pressesprecher des BNK. „Vermehrte Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es beispielsweise, Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung frühzeitig zu erreichen, und diesen ungünstigen Faktoren entgegenzuwirken, um Folgen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall möglichst zu verhindern." Rauchverbot verhindert 30 000 Herzinfarkte pro Jahr in DeutschlandRauchen schädigt nicht nur die Atmungsorgane und kann Lungenkrebs verursachen, sondern ist auch eine der häufigsten Ursachen für einen Herzinfarkt. Der Qualm von Zigaretten erhöht den Blutdruck, macht das Blut zähflüssig, schädigt die Gefäßwände und verschlechtert die Sauerstoffversorgung des Körpers. „Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen, dass ein generelles Rauchverbot, die Herzinfarktrate spürbar senkt. So verringerte sich die Zahl der Infarkte in Italien, wo seit 2005 das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und gastronomischen Betrieben untersagt ist, bei den 35- bis 64-Jährigen innerhalb von 3 Jahren um 11%. In Frankreich waren es innerhalb von nur 10 Monaten 15% weniger Herzinfarkte, in Schottland sogar 17%. Die Erkenntnisse aus Schottland und Erfahrungen aus den USA belegen, dass insbesondere Nichtraucher von einem Rauchverbot profitieren", berichtet Dr. Brück. „In Deutschland, wo jährlich 275 000 Menschen einen Herzinfarkt erleiden und 150 000 Betroffene daran sterben, könnte ein umfassendes Rauchverbot 30 000 Herzinfarkte pro Jahr verhindern. Es ist daher höchste Zeit, auch in Deutschland ein konsequentes Rauchverbot einzuführen, wie es in anderen europäischen Ländern bereits selbstverständlich ist."
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