22.07.2014

Vor Hautkrebs schützen

Wie sich die Sommersonne ohne Reue genießen lässt, erklärt die Deutsche Krebshilfe. Und sie gibt Tipps zum Schutz der Haut in der Sommerferienzeit.

Sommer. Sonne. Ferien. Viele Menschen fahren in diesen Wochen in den Urlaub oder genießen die Sonne zu Hause. Der Aufenthalt im Freien tut gut und entspannt. Dabei ist jedoch der Schutz vor krebserregenden UV-Strahlen unverzichtbar, denn gerade Kinder und hellhäutige Menschen riskieren in der Sonne langfristige Hautschäden. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) empfehlen, sich im Sommer mittags im Schatten aufzuhalten und sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen.

Jährlich erkranken in Deutschland über 250.000 Menschen neu an Hautkrebs. „Hautkrebs ist bundesweit inzwischen die häufigste Krebserkrankung überhaupt", sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Übermäßige UV-Strahlung schädigt das Erbgut und ist der größte Risikofaktor für dieses Tumorleiden." Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz besonders in der Sommerzeit so wichtig.  „Meiden Sie die pralle Sonne und halten Sie sich tagsüber bei höheren UV-Werten im Schatten auf. Nutzen Sie geeignete Kleidung, um sich vor UV-Strahlen zu schützen", betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender ADP. „Dies bietet den effektivsten Schutz vor Hautkrebs."

Insbesondere Kleidung ist ein einfach zu handhabender Sonnenschutz. Manche Textilien verfügen zudem über einen speziellen Sonnenschutzfaktor:  Der sogenannte Ultraviolet Protection Factor (UPF) gibt an, um welchen Faktor die Intensität der UV-Strahlen durch ein Textil gesenkt wird. Ein leichtes weißes T-Shirt oder Baumwollhemd hat einen UPF von 10 - das heißt, dass nur noch ein Zehntel der UV-Strahlung auf die Haut gelangt. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung erreicht UPF-Werte von über 20 - es trifft also nur noch weniger als ein Zwanzigstel der UV-Strahlung auf die Haut. Spezielle UV-Schutz-Textilien erzielen UPF-Werte von bis zu 80. Zum Vergleich: Ein Sonnenschirm hat einen UV-Schutzfaktor von 5, Bäume je nach Belaubung zwischen 5 und 15. Die Deutsche Krebshilfe und die ADP raten, in der Sonne stets entsprechende Kleidung zu tragen.

Der textile Sonnenschutz ist wirksamer und leichter anzuwenden als jede Sonnencreme. Dennoch sollten die nicht von Textilien bedeckten Körperteile mit einer Sonnencreme, Lichtschutzfaktor (LSF ) von mindestens 30, eingecremt werden, wobei auf eine Kombination aus UV-A- und UV-B-Schutz zu achten ist. Der angegebene Sonnenschutzfaktor kann nur erreicht werden, wenn 2mg Sonnencreme pro cm2 Haut verwendet werden. Und besonders wichtig: Auch im Wasser vor der Sonne schützen! 

Quelle: Deutsche Krebshilfe

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