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Blutbild - Erklärung

Erythropoetin


Warum wird der Erythropoetin-Wert gemessen?

Erythropoetin (Epo) ist ein natürliches Hormon, das die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) fördert. Da es auf diese Weise die Transportkapazität des Blutes für Sauerstoff erhöht, ist es als beliebtes Doping-Mittel für Sportler zur Leistungssteigerung in Verruf geraten.

Erythropoetin wird zu 90% in der Niere gebildet, aber auch Leber, Gehirn, Gebärmutter, Hoden und Milz produzieren Epo. Menschen mit chronischer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) leiden daher häufig unter einem Mangel an Erythropoetin und müssen dann das Hormon künstlich zu sich nehmen.

 

Welchen Erythropoetin-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 25 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Welchen Erythropoetin-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 25 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Epo-Werte können auf eine übermäßige Zellvermehrung im Blut (Polyzythaemia vera) oder eine Nierenschwäche hindeuten.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Epo-Werte können durch Blutarmut (Anämie), Herz- oder Lungenschwäche, Nierenerkrankungen (Nierenzysten, Harnstauungsniere) oder Nierenkrebs hervorgerufen werden. Außerdem können erhöhte Werte natürlich auch auf die Einnahme von künstlichem Erythropoetin zurückgehen und auf Doping hindeuten.

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