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25.09.2008

Wein schützt das Herz

Wer mäßig Wein trinkt, hat gegenüber Abstinenzlern ein um etwa 30% geringeres Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen - zumindest, wenn er nicht mehr als 150 Milliliter pro Tag trinkt. Das ist das Ergebnis einer gesammelten Analyse italienischer Forscher von 13 Studien mit insgesamt 209.418 untersuchten Personen, die Anfang Setember auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in München vorgestellt wurde. Eine weitere Auswertung zum Thema Bier ergab dagegen keine Hinweise auf die für den Herzschutz optimale Biermenge.

Die Analyse der Gesundheitsdaten von 1 Million Menschen hat gezeigt, dass 1 bis 2 Gläser Wein bei Frauen und 3 bis 4 Gläser bei Männern das Erkrankungsrisiko senken - allerdings nur um 2%.  Größere Mengen können dagegen schädlich sein. Herzpatienten oder Menschen mit Lebererkrankungen sollten aber auch bereits auf diese geringen Mengen verzichten.

Die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf die Blutgefäße hängen u.a. vom Trinkverhalten des Einzelnen ab: Während regelmäßiger moderater Alkoholkonsum mit einem niedrigen Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Krankheiten assoziiert ist, haben Menschen ein höheres Risiko, die gelegentlich, dann aber sehr viel trinken.

Offenbar wirkt sich Alkohol auf den Fettstoffwechsel aus. So zeigte eine Auswertung einer Studie aus Frankreich, dass Herzinfarkt-Patienten bei einem Konsum von 1 bis 3 Gläsern Wein pro Tag höhere HDL-Cholesterin-Werte aufwiesen als solche, die gar nicht oder mehr tranken. Das „gute" HDL-Cholesterin hat eine Gefäß schützende Wirkung. Außerdem hatten sie geringere Konzentrationen des Entzündungsproteins CRP im Blut.

 

 



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