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18.05.2008

Welt-Hepatitis-Tag

Hepatitis hat heute einen ähnlich niedrigen Bekanntheitsgrad wie HIV/AIDS in den 80er Jahren. Und dies, obwohl die Zahl der chronisch infizierten und jährlich der Hepatitis-B- und -C-Epidemie zum Opfer fallenden Menschen ähnlich hoch ist. Aus diesem Grund wurde der Welt-Hepatitis-Tag von der Welt-Hepatitis-Allianz ins Leben gerufen und koordiniert. Als vollständig von Patienten getragene Initiative wird er am 19. Mai begangen.

Die Welt-Hepatitis-Allianz ist eine neu gegründete Nicht-Regierungsorganisation, die mehr als 200 Hepatitis-B- und -C-Patientengruppen aus aller Welt repräsentiert. Sie wird durch einen Vorstand geführt, der sich aus Patientengruppen aus 7 Weltregionen rekrutiert: Europa, östlicher Mittelmeerraum. Nord-Afrika, Nord-Amerika, Süd-Amerika, Australien, Asien und West-Pazifik.

Weltweit sind ungefähr 500 Millionen Menschen mit Hepatitis B oder -C infiziert.  Beide Erkrankungen sind die Hauptursache für Leberzirrhose und Leberkrebs. Allein an Hepatitis B sterben jedes Jahr ungefähr eine Million Menschen, die damit die 10.-häufigste Todesursache weltweit ist. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich jedoch in den letzen Jahren deutlich verbessert. So stimulieren moderne Medikamente das Immunsystem und hemmen gleichzeitig die Vermehrung des Virus.

Besondere Risikofaktoren für Hepatitis C sind:

  • Tattoos oder Piercings
  • Bluttransfusionen vor der routinemäßigen Testung auf Hepatitis C (1992)
  • Gemeinsame Benutzung von Gegenständen, um Drogen zu
  • injizieren oder Kokain zu schnupfen (Needle-sharing, Kokain-Strohhalme, Banknoten)
  • Medizinischer Eingriff in einem Land, in dem medizinisches Material nicht einwandfrei sterilisiert wird
  • Nadelstichverletzung (insbesondere im Rettungs- und Gesundheitswesen)
  • Gemeinsame Benutzung von Zahnbürste oder Rasierer bei bekannter Infektion des Partners

Weitere Informationen finden Sie unter www.worldhepatitisday.com.



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